Biogas

Neue Ideen für die Zeit nach dem EEG Premium

Auf dem Biogas-Praxisseminar „Bio2020Plus“ zeigten Experten, wie Landwirte künftig mit Biogas Geld verdienen können. Der Stromverkauf ist nur eine Möglichkeit. 


Was kommt nach der Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)? Lässt sich mit der Erzeugung von Biogas noch Geld verdienen, wenn es keine feste Vergütung für den Strom mehr gibt? Und welche Märkte werden interessant? Mit diesen Fragen beschäftigten sich am Dienstag (5.11.2019) mehrere Experten auf dem einem Praxisseminar, das Teil des Projekts „Bio2020Plus“ ist. „Die ersten Anlagen bekommen ab 2021 keine Vergütung mehr. Eine Verlängerung über die Ausschreibung ist für viele Betreiber keine Option, wie die verhaltene Resonanz zu den vergangenen Ausschreibungsterminen zeigt“, erkärte Bernd Geisen, Geschäftsführer des Bundesverbandes Bioenergie. Darum besteht die Sorge, dass Betreiber von bestehenden Anlagen aussteigen, wenn es keine Perspektive für die Anlagen mehr gibt. Dazu kommt, dass seit dem EEG 2012 wegen der schlechten Förderbedingungen bis auf kleine Gülleanlagen kaum noch neue Biogasanlagen dazu gekommen sind. „Heute produzieren Biogas- und Biomasseanlagen rund 52 Mrd. kWh Strom im Jahr. Im schlechtesten Fall wird es zu einem Rückbau der Anlagen und damit zum Rückgang der Leistung kommen. Das wäre absurd angesichts der 65 Mio. t CO2-Einsparung, für die Biomasseanlagen heute im Stromsektor jährlich sorgen“, betonte Geisen.

Verschiedene Perspektiven

Im Projekt Bio2020Plus geht es daher darum, Betreibern neue Perspektiven für den Weiterbetrieb aufzuzeigen. Das könnte sein:

  • Verkauf von Wärme durch optimierte Wärmenutzungskonzepte,
  • Nutzung von Reststoffen bzw. günstigeren Einsatzstoffen wie Gülle,
  • Angebot von...

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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