Ökostrom

Niedrigster Stand seit zehn Jahren: EEG-Umlage sinkt 2022 auf 3,7 Cent

Die EEG-Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien sinkt 2022 von 6,5 auf rund 3,7 Cent pro Kilowattstunde. Mit niedrigeren Strompreisen ist allerdings nicht zu rechnen.

Wie die Betreiber der großen Stromnetze am heutigen Freitag bekanntgaben, sinkt die Umlage zur Förderung des Ökostroms im kommenden Jahr deutlich – auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren. Weil der Börsenpreis für Strom derzeit so hoch sei, kann die EEG-Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien 2022 gegenüber dem Vorjahr von 6,5 auf rund 3,7 Cent sinken.

Dazu trage auch ein Bundeszuschuss von 3,25 Mrd. € bei, der ausschließlich aus den Einnahmen der CO2-Bepreisung im Verkehrs- und Wärmebereich finanziert werde. Ohne diesen Zuschuss läge die EEG-Umlage 2022 bei 4,657 Cent. Zudem würden die steigenden Vermarktungserlöse für den Erneuerbaren Strom den Förderbedarf erheblich reduzieren, so die dpa.

Welche Auswirkung hat die niedrigere EEG-Umlage für Stromkunden?

Die EEG-Umlage ist nur ein Bestandteil des Strompreises. In der Branche wird laut dpa damit gerechnet, dass eine sinkende Umlage die Strompreise zwar insgesamt stabilisiert, die Stromkosten aber unterm Strich nicht sinken. Im Gegenzug seien nämlich beispielsweise die Beschaffungskosten, die die Energieversorger für Strom zahlen müssen, deutlich gestiegen.

Vor einer Woche beschlossen die Energieminister der Bundesländerfordern auf Antrag von Niedersachsen und Schleswig-Holstein eine grundlegende Reform der EEG-Umlageregelung. Die EEG-Umlage soll auf Null absinken.


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