Windenergie

Norddeutsche Energieminister drängen auf Windenergieausbau Premium

In einer gemeinsamen Erklärung fordern die norddeutschen Energieminister die Bundesregierung heute auf, kurzfristig zu „fassbaren Ergebnissen“ bei der Windenergie zu kommen.

Die Energieminister aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wollen die aktuelle Flaute bei der Windenergie nicht länger hinnehmen. Sie fordern die Bundesregierung einer gemeinsamen Erklärung auf, kurzfristig zu „fassbaren Ergebnissen“ zum stärkeren Ausbau der Windenergie zu kommen. Außerdem fordern sie „eine zeitnahe Fortsetzung des Windgipfels unter Einbindung der Länder, der Vertreter der betroffenen industriellen Branchen, der Umweltverbände sowie von Beschäftigtenvertretern.“

„Der Windgipfel vergangene Woche war ein Anfang. Aber es genügt nicht, Probleme beim Namen zu nennen. Man muss auch etwas tun, um sie zu beseitigen“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel. „Ohne einen zügigen Ausbau der Windenergie werden wir unsere Klimaschutzziele nicht erreichen“, warnt Christian Pegel.

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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Diskussionen zum Artikel

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von Jens Geveke

Die Minister hier reden über einen Teilbereich der Energiewende: Dem Ausbau der Windenergieproduktion. Der nächste Teil, der deswegen nicht weniger bearbeitet werden muß, ist der Ausbau der Netze und vor allem der Ausbau der Speichertechnologie. Keiner der o.g. Minister setzt "ausschliesslich" auf Windenergie. Es geht darum dasss Gesamtkonzept Energienetze und -Speicher aufzubauen.

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Einsicht

man muss dazu festhalten, dass alles was an fossilen Brennstoffen gefördert wird auch verbrannt wird. Und da wird sich an der Fördermenge in den nächsten Jahrzehnten nichts ändern. Das was in Deutschland läuft ist ein "Sturm im Wasserglas"

von Christian Bothe

Windmüll...

Einfach unterirdisch nur auf die Windenergie zu setzen,was ich für den Norden verstehen kann...Das was H.Muenzebrock dazu sagt, ist vollkommen richtig. Ich war vorgestern im Hallenser,Leipziger Kernland und da drehte sich in den riesigen Windparks nicht eine Mühle...Mehrfach habe ich mich schon dazu geäüßert,das wir nur mit einem vernünftigen Energiemix aus konventioneller und erneuerbarer Energiegewinnung die Energieversorgung unserer Volkswirtschaft sichern werden. Nur auf diese landschaftsverschandendeln Mühlen zu setzen ist Unsinn und das machen andere Länder vernünftigerweise auch nicht. Im Gegenteil. Man baut in Asien zu den ca.3700 bestehenden Kohlekraftwerken noch 600 dazu und AGWs weltweit ebenso,um Wachstum und die Energieversorgung zu sichern.

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Zappelstrom

wenn wir noch mehr Solar- und Windenergieanlagen ohne Speicher bauen werden wir ein Fiasko erleben. Es funktioniert langfristig nur mit Speicheranlagen um die Spitzen abzufangen und für die Stromtäler bereitzustellen. Durch die volatilen Ausschläge der regenerativen Energie aus den Solar- und Windanlagen werden wir zeitweise zuviel Strom erzeugen mit der Folge, dass diverse Anlagen abgeschaltet werden müssen weil das Ausland uns die Überproduktion nicht abnimmt. Auf der anderen Seite haben wir zeitweise eine Unterversorgung mit der Folge, dass wir Strom zukaufen müssen oder im Dunkeln sitzen. Übrigens: an dem gesamten Energieverbrauch in Deutschland hat die regenerative Energie z. Zt. nur einen Anteil von 10 %. Strom ist nur ein Teil des Ganzen. Richtig interessant wird es wenn alle Autos als E-Autos fahren. Dann ist ein Supergau vorprogrammiert. Dann wird der jährliche Stromverbrauch von 530 auf 800 Terrawatt steigen. Regenerative Energie ist schon sinnvoll wenn sie sinnvoll genutzt wird. Ohne zusätzliche Anlagen, wie z.B. Gaskraftwerke, für die Pufferung des Stromaufkommens wird es aber in Zukunft nicht gehen.

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