Power-to-Gas

Wasserstoff: „Ohne Importe geht es nicht“ Premium

Eine Diskussionsrunde zum Thema „Powerfuels“ auf dem dena-Energiekongress machte den enormen Bedarf an Wasserstoff in Deutschland deutlich. Die CDU setzt wieder auf Wüstenstrom.

Die Zahl lässt aufhorchen: Um synthetische Kraftstoffe aus Wasserstoff für den Luftverkehr in Deutschland produzieren zu können, sind rund 200 Terawattstunden (TWh, 200 Mrd. kWh) Ökostrom nötig. Das berichtete Uta Maria Pfeiffer, Leiterin Nachhaltigkeit beim Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) gestern auf dem Dena-Energiewendekongress in Berlin. Bei einer Diskussionsrunde zum Thema „Powerfuels“ machte sie deutlich, dass das die gesamte Ökostrommenge wäre, die Wind-, Solar- oder Biogasanlagen heute in Deutschland erzeugen.

Wie kommt Wasserstoff in die Verbrauchszentren?

Neben dem Luftverkehr gibt es weiteren Bedarf für Wasserstoff, z.B. für Schienenfahrzeuge, Schiffe oder den Schwerlastverkehr. Das macht deutlich: Der Bedarf ist riesig. Heute gibt es jedoch erst 30 Pilotanlagen in Deutschland. Dazu kommt ein Infrastrukturproblem, wie Ilona Dickschas, Chefin der Wasserstoffforschung bei Siemens, erläutert: „Im Norden haben wir das Windangebot und die Windparks, aber keine Industrie, die dagegen eher im Süden zu finden ist. Wir brauchen eine Möglichkeit, den Wasserstoff zu den Verbrauchszentren...

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Diskussionen zum Artikel

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von Andreas Gerner

Typisch

Schon wieder Großprojekte fordern. das dazu im Ausland. Und der Wertschöpfung vor Ort den Hahn zudrehen. Sehr Konzernfreundlich.

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