Palmölüberschüsse treiben Biodiesel-Beimischung in Indonesien

Indonesien erwägt die Anhebung des aktuellen Mandates für die Beimischung von Biodiesel von 20 % (B20) auf 30 % (B30). Der Mitteilung des internationalen Wirtschaftsmagazins Oil & Fats International zufolge hat Indonesiens Präsident seinen Industrieminister beauftragt, die Produktion von B30 zu prüfen.

Indonesien erwägt die Anhebung des aktuellen Mandates für die Beimischung von Biodiesel von 20 % (B20) auf 30 % (B30). Der Mitteilung des internationalen Wirtschaftsmagazins Oil & Fats International zufolge hat Indonesiens Präsident seinen Industrieminister beauftragt, die Produktion von B30 zu prüfen. Diese Mandatsanhebung würde nach Angaben des Industrieministeriums einen zusätzlichen Biodiesel- und demzufolge Palmölverbrauch von 500.000 t jährlich bedeuten.
 
Anlass für diesen Auftrag ist der nicht zufriedenstellende inländische Absatz von Biodiesel. So wurden 2017 ca. 2,4 Millionen Tonnen verbraucht, anstelle der erwarteten 3,4 Millionen Tonnen. Der indonesische Industrieminister begründet die Anhebung mit dem zunehmenden Protektionismus gegen Palmöl in Drittlandmärkten, der dazu zwinge, den inländischen Verbrauch zu erhöhen.
 
Die Union zur Förderung von Öl und Proteinpflanzen (UFOP) sieht mit dieser Ankündigung ihre wiederholt vorgetragene Feststellung bestätigt, dass die Überschüsse insbesondere an den Pflanzenölmärkten dazu führen, dass der Preisdruck mangels alternativer Absatzmärkte nur mit höheren Mandaten kompensiert werden kann.

Der globale Preisdruck bei Pflanzenölen betreffe auch den europäischen Rapsanbau, weil Rapsöl die wichtigste preisbildende Komponente für den Erzeugerpreis sei, betont der Verband. Die Mandatserhöhung werde jedoch nicht zu einer Entspannung am europäischen Markt führen. Denn sowohl die europäische als auch die nationale Biokraftstoffpolitik führten derzeit dazu, dass der Verbrauch von Rapsöl für die Biodieselherstellung weiter rückläufig sei.

Die UFOP unterstreicht ihr Unverständnis, dass die Bundesregierung dieses nachhaltig zertifizierte Rohstoffpotenzial nicht nutzt, um kurzfristig den Klimaschutz über den Kraftstofftank in bestehenden Fahrzeugflotten zu verbessern.

Die UFOP fordert die Bundesregierung daher erneut auf, die Treibhausgas-Minderungsverpflichtung mit Beginn des Quotenjahrs 2019 von aktuell 4,0 auf 4,8 und ab 2020 auf 6,5 % anzuheben. Die derzeit gesetzlich festgelegten Prozentsätze stehen dem Klimaschutz und der Verbesserung der Einkommenssituation in der Landwirtschaft entgegen.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Wilhelm Gebken

Die Geister die ich rief.....

Noch einmal zur Erinnerung: Unseren realitätserweigernden links/grünen Gutmenschen waren in den 80ern und 90ern nachwachsende Rohstoffe als "Errettung der Welt von allem Bösen" erschienen. Zuerst glaubten sie, Biogasanlagen seien der neue Erlöser. Als sie dann merkten, dass das in der realen Welt wohl nicht ganz so einfach ist, sollte ein neuer Erzengel, genannt "Biodiesel" das Böse aus der Welt verbannen. Weil sich aber europäische Ackerflächen dafür nicht eigneten (Rapsanbau war schon aus anderen spendengenerierenden Gründen zum "Bösen unter der Sonne" erklärt worden) erschien den obersten grün/linken Glaubensbewahrern das Palmöl als neuer strahlender Retter. In der EU setzten sie die bevorzugte Einfuhr dieses heiligen Stoffes durch. Darauf hatten findige Investoren in Indonesien, Sumatra und Amazonien mit dem brennenden Streichholz in der Hand nur gewartet. Ab da brannten die letzten noch unberührten Urwälder auf diesem Planten, was man seit mehr als einem Jahrzehnt eindrucksvoll aus dem Weltall beobachten könnte, wenn denn unsere rot/grün/linken Mainstreammedien dieses erneute Versagen von rot/grün/links auch der Öffentlichkeit zugänglich machen würden, was in der DDR 2.0 natürlich nicht passieren wird. Inzwischen wurde das Sterben der Urwälder und mit ihm eines der größten Verbrechen dieser Fehlgläubigen, das Aussterben der Orang Uthans, erkannt und die Einfuhr von Palmöl in die EU erschwert. Nur: Die mit dem Palmöl verbundene Industrie ist durch die Verfehlungen der rot/grün/linken Weltverbesserer leibhaftig geworden. Den betroffenen Staaten, wie hier Indonesien, bleibt nichts anderes übrig als dem von Gutmenschen erschaffenen Teufel zu huldigen und dem Gefrässigen per Gesetz die von ihm geforderten Tribute in den Rachen zu werfen. Rot/grün/links in Deutschland ist inzwischen weitergezogen, tut so als hätten sie nie etwas mit der in Indonesien und Sumatra verbrannten Erde zu tun gehabt und zünden an anderer Stelle die Welt an. Jeden Tag nachzulesen, zu hören und zu sehen in den ebenfalls rot/grün/linken Mainstreammedien, verklärt als neue Heldentaten der Gutmenschen im Kapf gegen die angeblich Bösen, zu denen auch ihr, die deutschen Bauern gehört.

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