Phosphor aus Klärschlamm

In einem Pilotprojekt der Hamburger Vera Klärschlammverbrennung GmbH sollen jedes Jahr ungefähr 1600 Tonnen Phosphor aus Klärschlammasche zurückgewonnen werden.

Verschiedene Forschungsprojekte befassen sich mit der Frage, wie sich Phosphor als Rohstoff aus Gülle oder Klärschlamm zurückgewinnen lässt. Das Bundesumweltministerium fördert jetzt ein neues Pilotprojekt. Bei dem Projekt der Hamburger Vera Klärschlammverbrennung GmbH sollen jedes Jahr ungefähr 1600 Tonnen Phosphor aus Klärschlammasche zurückgewonnen werden.

Das Unternehmen verbrennt etwa 125.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr. Die dabei entstehende Klärschlammasche enthält Phosphor in relativ konzentrierter Form, der bisher ungenutzt auf Deponien landete. Mit Hilfe des TetraPhos-Verfahrens wird der Phosphor bei „Vera“ zukünftig in mehreren Prozessschritten durch Zugabe von Säure aus der Verbrennungsasche herausgelöst. Gleichzeitig werden die Störstoffe abgetrennt. Als Abnehmer des rückgewonnenen Phosphors kommen neben der Düngemittelindustrie auch Unternehmen der Automobil-, Galvanik- und Baustoffbranche in Betracht. Die im Volumen deutlich reduzierte Rest-Asche wird auf Deponien abgelagert.

Nach der neuen Klärschlammverordnung, die der Bundestag im Juli 2017 billigte, müssen Klärschlämme für die Wiedergewinnung von Phosphor ab 2029 aus Kläranlagen für mehr als 50.000 Einwohner recycelt werden. Ziel ist es, nach und nach den Stoffkreislauf Phosphor zu schließen und damit die Abhängigkeit Deutschlands von Phosphorimporten abzubauen. Mit dem Umweltinnovationsprogramm des BMUB wird die erstmalige großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert.


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