Waldnutzung

Positionspapier: Forst und Holz wichtig für Klimaschutz und Rohstoff-Unabhänigigkeit

26 Verbände fordern eine Nutzung der Wälder, um klimafreundliche Rohstoffe herzustellen und vitale Wälder zur CO2-Speicherung zu erhalten. Der Ukrainekrieg verschärfe diese Anforderungen.

Ein übergreifendes Bündnis aus Verbänden der Forst- und Holzwirtschaft hat in einem gemeinsamen Positionspapier die Potenziale der Wald- und Holznutzung für eine „klimafreundliche, unabhängige und verlässliche Zukunft“ hervorgehoben. Zugleich verweisen die Verbände auf die Verantwortung der Politik, mit einer Reihe von Maßnahmen den schnellen und notwendigen Wandel hin zu heimischen und nachwachsenden Ressourcen sicherzustellen und gravierenden Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft vorzubeugen. 



Der aktuelle Russland-Ukraine-Krieg verschärfe die bestehenden Herausforderungen der menschgemachten Klimakrise und verdeutliche die Notwendigkeit einer Transformation der Wirtschaft und Gesellschaft hin zu heimischen und nachwachsenden Ressourcen. Eine zentrale Lösung könnte die Bereitstellung und Verarbeitung des nachwachsenden Rohstoffes Holz sein. Vor diesem Hintergrund fordert das Verbändebündnis von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zur aktiven Waldbewirtschaftung und stärkeren Holzverwendung im EU Green Deal und dem deutschen Klimaschutz-Sofortprogramm. 
 


Das Holz speichert CO2 im Wald und in langlebigen Holzprodukten. Dabei reduziert es die Abhängigkeit von fossilen Energiequellen und importierten Erzeugnissen.

Vorschläge der Verbände

Um den Beitrag von Forst und Holz nicht zu gefährden, sondern weiter zu stärken, seien Anpassungen und Weichenstellungen in Deutschland und Europa notwendig:

  • Maßnahmen zur Unterstützung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung
  • Honorierung der Klimaschutzleistungen,
  • Erhöhung der Fördermittel zu Wiederbewaldung,
  • Stärkung des Kleinprivatwaldes, damit die Holzressourcen auf ganzer Fläche mobilisiert werden,
  • Überarbeitung der EU-Biodiversitätsstrategie,
  • Abkehr von Einschränkungen in der Bewirtschaftung von Buchenwäldern,
  • Ablehnung der Fokussierung auf die Waldsenke, wie sie durch die LULUCF-Verordnung bedingt wird,
  • Vorbildfunktion bei öffentlichen Bau- und Sanierungsvorhaben durch eine Holzbauoffensive,
  • Neuausrichtung der KfW-Förderprogramme auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit,
  • Gezielte Förderung für den stofflichen Einsatz von Laubholz,
  • Stärkung einer Kreislaufwirtschaft bis hin zur energetischen Nutzung von Holz. 
 


Wichtig für Klimaschutz und Versorgungssicherheit

„Für Klimaschutz und Versorgungssicherheit gilt es, das Potenzial des heimischen Rohstoffs Holz stärker zu nutzen, statt durch umfassende Verbote weiter einzuschränken. Holz ist in allen seinen Anwendungsbereichen eine sichere und klimafreundliche Alternative zu fossilen und energieintensiven Materialien aus fernen Ländern“, erklärt Dr. Denny Ohnesorge, Geschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH). Der HDH ist eine der insgesamt 26 unterzeichnenden Organisationen des Positionspapieres. 

 


Das Positionspapier ‚„Heimisches Potenzial von Wald und Holz nutzen. Eine klimafreundliche, unabhängige und verlässliche Zukunft gestalten“ finden Sie hier.


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