Bund-Länder-Gespräche zur Energiewende

So wollen Bund und Länder die Energiewende beschleunigen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich mit den Länderchefs geeinigt, wie erneuerbare Energien schneller ausgebaut werden sollen. In den Ländern gibt es dazu noch etliche Bremsen.

Deutschland soll möglichst viel seines Strombedarfs aus heimischen erneuerbaren Energieträgern decken. Dazu sollten erneuerbare Energien beschleunigt ausgebaut und gleichzeitig ihre Akzeptanz gesichert werden – insbesondere die Windkraft und die Photovoltaik. Das ist ein zentrales Ergebnis der Bund-Länder-Gespräche vom 17. Juni 2020.

65 %-Ziel im Blick

Um den Kohleausstieg zu kompensieren und die Sektorkopplung zu beschleunigen, sei ein zügiger Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der notwendigen Netze dringend erforderlich. Um Planungssicherheit für den weiteren Ausbau zu gewährleisten, werde der Bund einen Entwurf für eine EEG- sowie eine Wind-See-Gesetz-Novelle u.a. mit technologiespezifischen Ausbaupfaden und jährlichen Ausschreibungsmengen im Hinblick auf das Ziel von 65 Prozent erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 vorlegen. Dabei wollen Bund und Länder:

  • das Wind-Offshore Ausbauziel auf 20 GW anheben und einen ersten Zielkorridor für 2040 definieren,
  • eine bessere Regionalisierung des Zubaus der Erneuerbaren Energien ermöglichen (Regionalisierungskomponente),
  • das Repowering erleichtern,
  • die stärkere finanzielle Beteiligung von Bürgern und Kommunen anWindenergieanlagen an Land verbessern,
  • im Rahmen der EEG-Novelle eine bessere Erschließung des Potenzials für große PV-Dachanlagen prüfen,
  • das Mieterstrommodell verbessern,
  • wirtschaftliche Perspektiven für effiziente, systemdienliche und umweltverträgliche Biomasseanlagen prüfen und Entwicklungsoptionen für Bioenergie im Rahmen des nachhaltig, auch unter Beachtung...

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