Windenergie

Steinbach: „Echte Energiewende statt Stromwende“

Brandenburgs Energieminister Jörg Steinbach kritisiert den Verlauf der Energiewende. Allerdings stoßen seine Forderungen nach Mindestabständen bei Windparks auch auf Kritik.

„Aus der bisher als Stromwende betriebenen Energiewende muss endlich eine echte, energieträger- und sektorenübergreifende Energiewende werden!“ Das forderte Brandenburgs Wirtschafts- und Energieminister Jörg Steinbach gestern bei den vom Bundesverband Windenergie (BWE) ausgerichteten Windenergietagen in Potsdam. Vom Energiebedarf in Deutschland würden nur etwa 20 Prozent auf den Stromsektor entfallen, weitere rund 30 Prozent auf die Mobilität und etwa 50 Prozent auf den Wärmesektor. „Die erneuerbaren Energien dürfen daher nicht nur für die Erzeugung von Elektrizität genutzt werden, sondern auch in gasförmiger und flüssiger Form für Wärme, Verkehr und Industrie“, erklärte der Minister.

Wasserstoff als Bindeglied

Eine besondere Rolle komme dabei Power-to-X-Technologien und Wasserstoff zu – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der damit verbundenen Chancen für die Lausitz. Denn grüner Wasserstoff ermögliche die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme, Verkehr und Industrie. „Und die Sektorenkopplung ist unerlässlich für den Erfolg der Energiewende und mehr Klimaschutz“, so Steinbach. Die Anwendungsmöglichkeiten für grünen Wasserstoff seien vielfältig. Beispielhaft verwies der Minister auf die Stahlindustrie in Eisenhüttenstadt, wo grüner Wasserstoff als Ersatz für Koks zur Reduzierung des Eisenoxids im Hochofen genutzt werden...

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