Strompreise auf Vierjahres-Hoch

Seit 2013 gab es keine derart hohen Terminmarktpreise am deutschen Strommarkt wie im April 2018.

Die Strompreise am Terminmarkt steigen rasant. Der Preis für die Baseloadlieferung für Deutschland im Jahr 2019 kletterte im Laufe des Aprils von 36 €/MWh (entspricht 3,6 ct/kWh) auf teilweise über 39 €/MWh am Montag, den 30. April. Wie das Analysehaus Energybrainpool mitteilt, ist damit ein neues 4,5-Jahreshoch erreicht. Seit 2013 gab es keine derart hohen Terminmarktpreise für Deutschland.

Die Marktteilnehmer deuteten laut Energybrainpool vor allem auf den starken Kohlemarkt, der zusammen mit immer noch starken CO2-Zertifikatspreisen die Strompreise nach oben drückte. Sogar die 40 Euro-Marke war für einige Händler nicht unmöglich. Auch die hohen Ölpreise von 75 Dollar/Barrel unterstützen diesen Anstieg.

Am Spotmarkt war vor allem die starke Erzeugung aus erneuerbaren Energien bemerkbar. Über den April gemittelt erzeugten PV-Anlagen 12 Prozent des deutschen Stroms, während die Windenergieanlagen bei 21 Prozent lagen. Mit der hohen erneuerbaren Auslastung lagen die Spotmarktpreise für den April mit 32 €/MWh auf relativ geringem Niveau, so die Analysten von Energybrainpool.

Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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