Energiewende

Studie „Klimaneutrales Bayern“: Aiwanger hält Ziele für unrealistisch

FfE-Wissenschaftler haben ermittelt, wie die Energieversorgung in Bayern bis 2040 auf erneuerbare Energien umgestellt werden könnte. Dazu wäre ein massiver Zubau nötig.

Zwischen den Jahren 2022 und 2040 müssten in Bayern jede Woche zwischen 2022 und 2040 neue Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 63 MW entstehen. Dies entspricht etwa dem 4 bis 5-fachen des mittleren Photovoltaik-Zubaus der letzten 20 Jahre. In einer Woche müssten somit beispielsweise Freiflächen-PV auf einer Fläche von 160 Fußballfeldern und 1.000 typischen Wohngebäude-Aufdach-Anlagen in Betrieb gehen. Zudem müssten jede Woche zwei neue Windräder mit je 5 MW in Betrieb gehen oder 2300 Heizungsanlagen auf regenerative Energieträger umgestellt werden. Das sind die Ergebnisse der Studie „Klimaneutrales Bayern 2040", die die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft (FfE) im Auftrag des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) erstellt hat.

Hierzu haben die Wissenschaftler ein dazu passendes Gedankenexperiment quantifiziert. Zunächst wurden im Rahmen einer Metastudienanalyse Szenarien für ein klimaneutrales Bayern identifiziert und ausgewertet. Ein mögliches Zielbild wurde ausgewählt und der hieraus resultierende Umbau des bayerischen Energiesystems von 2022 bis 2040 quantifiziert.

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