Biogas

Tierhalter entscheiden sich oft gegen Güllevergärung

Eine Umfrage des Deutschen Biomasse-Forschungszentrums hat die Gründe erfragt, warum sich Tierhalter gegen eine eigene Biogasanlage entscheiden.

Viele Tierhalter könnten sich vorstellen, auf ihrem Betrieb Gülle und Mist in einer eigenen Biogasanlage energetisch zu verwerten. Doch oft sind unzureichende rechtliche Rahmenbedingungen und die Investitionskosten die wichtigsten Gründe, warum sich die Landwirte häufig dagegen entscheiden. Das zeigt eine Befragung des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) unter Tierhaltern ohne eigene Biogasanlage. Über 90 % der Tierhalter haben vor allem hohe Investitionskosten, einen unrentablen Anlagenbetrieb sowie unzureichende Mengen an Gülle und Mist als wesentliche Hemmnisse angegeben. Allerdings könnte sich etwa jeder zweite Befragungsteilnehmer vorstellen, zur Nutzung der verfügbaren Substrate mit einer anderen Biogasanlage zu kooperieren. Ebenso käme für rund ein Drittel der Tierhalter eine Gemeinschafts-Biogasanlage in Frage. Aus Sicht der Tierhalter müssten die Investitionskosten sinken, bzw. das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geändert werden, damit ein rentabler Anlagenbetrieb möglich ist.

Den Kurzbericht zur der Umfrage finden Sie hier.

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