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top agrar sucht Ihre Energiespartipps

Wie reagieren Sie auf Ihrem Hof auf die Energiekrise? Wo sind Stellschrauben zum Einsparen von Gas und Strom? Wir freuen uns auf Ihre Praxistipps, die Sie uns jetzt senden können.

Energiesparen ist das Gebot der Stunde. Das führt uns Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck bei jeder Gelegenheit vor Augen. Demnach ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Russland den Gashahn weiter zudreht bis hin zu einem möglichen Stillstand. Die Folgen für die Wirtschaft wären gravierend.

Fakt ist heute schon: Die Preise steigen unweigerlich. Da ist dringend geraten, Energie-Einsparpotenziale auf dem Hof und im Haus zu heben. Wussten Sie z.B., dass in die Steckdose eingesteckte - aber nicht angeschlossene – Ladekabel permanent Strom ziehen? Und das LED-Leuchten um ein vielfaches günstiger sind im Betrieb als die alten Neonröhren ist eh schon bekannt.

Wir wollen Ihre Tipps und Ideen zum Energiesparen aus der Praxis sammeln und an alle Leser weitergeben. Wo haben Sie auf Ihrem Hof einen Stromfresser entdeckt und wie haben sie das Problem gelöst. Beschreiben Sie den Fall, Ihre Lösung und senden den Tipp gerne mit Foto unter dem Stichwort „Stromspartipp“ an christina.selhorst@topagrar.com. Vergessen Sie bitte nicht Ihren Namen und Wohnort. Wir freuen uns über Ihre Ideen.

Stromfresser auf dem Hof

Vor allem im Stall lauern riesige Stromfresser, die Ihre Betriebskosten in die Höhe treiben.

Beispiele Milchviehhaltung: Der Einbau eines Vorkühlers und die Wärmerückgewinnung bei der Milchkühlung sparen enorm Strom; nebenbei lässt sich so das Tränkewasser vorwärmen. Ebenso sparen ein Lastmangement bei der Güllepumpe und die Nutzung effizienter Ventilatoren im Stall viel Energie. Hauptstromfresser bleibt die Vakuumpumpe im Melkstand, wo jedoch auch etliche Optimierungen möglich sind.

Beispiele Schweinehaltung: Die große Streuung beim Energieverbrauch von 20 bis 60 kWh/Mastplatz zeigt, wie viel Einsparpotemzial möglich ist. Im Schnitt liegt der Verbrauch bei knapp 28 kWh/Mastplatz und Jahr ohne Abluftreinigung bzw. 55 kWh mit Abluftreinigung. Die Lüftungsanlage ist in der Schweinehaltung generell der größte Verbraucher. Im Sauenbetrieb macht er etwa 45 % vom Stromverbrauch, in der Mast rund 60 % aus. Eine Unterflurabsaugung hat dabei einen höheren Energieaufwand als eine dezentrale Abluftanlage.

Direkten Einfluss auf den Energiebedarf hat die Art der Regelung. Vor allem im abgeregelten Leistungsbereich haben frequenzgesteuerte und EC-Ventilatoren mit elektronisch geregeltem Gleichstrommotor im Vergleich zu herkömmlichen Ventilatoren mit Phasenanschnitt- oder transformatorischer Steuerung eine deutlich geringere Leistungsaufnahme.

In der Ferkelerzeugung laufen die Lüfter zu 80 % im abgeregeltem Leistungsbereich, in der Mast sogar zu 90 %, also fast immer in Teillast. Darum ist eine gute Regelung entscheidend für einen geringen Stromverbrauch.

Weitere Verbraucher im Sauenbetrieb sind Infrarotlampen, aber auch Sonstiges mit verstreckten Stromfressern wie elektrische Heizlüfter im Büro, Gefriertruhen oder die elektrische Warmwasserbereitung. Weitere Maßnahmen sind die Abdeckung des Ferkelnestes, Reinigung der Siebe bei der Mahl- und Mischanlage, Reinigung der Luft-Luft-Wärmetauscher und Reinigung der Motoren im Stall wie z.B. bei der Fütterung oder der Mahl- und Mischanlage.

Soweit einige theoretische Beispiele. Senden Sie uns hierzu und zu weiteren Stromfressern gerne Ihre Vorschläge.

Stichwort „Stromspartipp“ an christina.selhorst@topagrar.com

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