Biokraftstoffe

UFOP: Klimaschutz beginnt im Fahrzeugtank

Die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen kritisiert die Behauptung der Deutschen Umwelthilfe, Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse würden nicht zum Klimaschutz beitragen.

Der Anbau von Biomasse zur Verwendung als Biokraftstoff gehe oft mit Entwaldung und degradierten Böden einher. Daher seien Biokraftstoffe bis zu dreimal klimaschädlicher als fossile Treibstoffe. Dennoch sei ein wahrer Biokraftstoffboom zu verzeichnen, kritisiert die Deutsche Umwelthilfe. Sieben Millionen Hektar Wald, das entspräche der Fläche Bayerns, könnten durch den Verbrauch von Biokraftstoffen bis 2030 zusätzlich gerodet werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Öl ins Feuer: Die Auswirkungen des Biokraftstoffbooms auf unseren Planeten", die in der vergangenen Woche von der Rainforest Foundation Norway und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vorgestellt wurde.

Nachdrückliche Kritik am Pauschalurteil

Die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) kritisiert die Behauptung der DUH, dass Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse generell keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Denn diese undifferenzierte Feststellung ziele auch auf in Deutschland und in der Europäischen Union angebaute Rohstoffe, die zugleich die Anforderungen der guten fachlichen Praxis erfüllen müssen. Insbesondere die Blühpflanze Raps sei der mit Abstand wichtigste Lieferant für gentechnikfreies Futterprotein.

Die UFOP kritisiert weiter, dass die DUH in ihrer Kritik nicht sachgerecht zwischen den Kulturarten differenziert und die Palmölplantagenwirtschaft als großflächige Monokultur mit dem Anbau von Raps vergleicht, der im Fruchtwechsel nur alle vier Jahre auf derselben Fläche angebaut werden kann. Die in diesem Zusammenhang zitierte Studie offenbart das unzureichende Grundwissen zum Pflanzenbau und die bekannten Wechselwirkungseffekten, stellt die UFOP fest. Biokraftstoffe aus Raps haben ein natürlich begrenztes Anbau- und damit Substitutionspotenzial.

Wichtigs GVO-freies...

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