Klimaschutz

UN schlägt Alarm beim Klimaschutz

Das UN-Umweltprogramm „Unep“ fordert die Weltgemeinschaft auf, ihre Bemühungen mindestens zu verdreifachen, um die Pariser Klimaziele noch zu erreichen.

Die Bemühungen der Staaten beim Klimaschutz sind bei weitem nicht ausreichend, um einen globalen Durchschnittstemperaturanstieg in diesem Jahrhundert unter 2 Grad Celsius zu halten. Das zeigt der dritte „Emissionsgap“-Bericht der Vereinten Nationen (UN). Die UN informiert die Staaten darin vor Beginn der Klimaschutzkonferenz im polnischen Kattowitz, wie sie die Emissionen bis zum Jahr 2020 auf rund 44 Milliarden Tonnen (Gigatonnen, Gt) CO₂-Äquivalent oder weniger reduzieren können.

Das Ergebnis der diesjährigen Analyse zeigt, dass die Emissionen ohne Maßnahmen voraussichtlich in acht Jahren bei 58 Gigatonnen liegen werden, wodurch aufgrund des projizierten Wirtschaftswachstums in Deutschland eine Lücke entsteht, die jetzt größer ist als in früheren Bewertungen.

Laut UN besteht die Herausforderung darin, dass die derzeitigen Investitionen in Gebäude, Verkehrssysteme, Fabriken und andere Infrastrukturen ein starkes Energieverbrauchsmuster vorweisen und damit verbundene Emissionen seit Jahrzehnten festlegen, wodurch zukünftige Optionen zur Emissionsminderung begrenzt werden.

Im Bericht werden zum ersten Mal eine Reihe erfolgreicher politischer Maßnahmen überprüft, die wirksam dazu beigetragen haben, die Emissionen auf nationaler Ebene erheblich zu reduzieren. Dazu gehören beispielsweise Normen für Geräte, Leistungsstandards für Fahrzeuge und wirtschaftliche Anreize, um die Entwaldung zu reduzieren.

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

Verhältnisse!!

CO2-Emmissionen Deutschlands 2 %!! China 28 %!!!, USA 25 %, dann kommen Indien und Rußland. Also, wir brauchen uns da bestimmt keinen Schuh anziehen. Noch dazu ist durch unsere industrielle Produktion auf höchstem Niveau woanders keine notwendig. Abgesehen davon - wenn es schon die UN anspricht, dann sollten sich die Herrschaften auch selber an der Nase packen. Was ist mit dem ungezügelten Bevölkerungswachstum in etlichen Ländern? Seit 1950 hat sich die Weltbevölkerung verdreifacht. Hat das keine Auswirkungen auf das Weltklima? Man braucht sich nur die Schätzung der Bevölkerungsentwicklung anschauen um zu wissen was da für ein sozialer Sprengstoff heranwächst. Man könnte schon fast meinen das es mittlerweile zu spät ist um dem wirkungsvoll entgegenzuwirken. Wenn man die Liste, deren Daten von der UN stammen (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Staaten_und_Territorien_nach_Bev%C3%B6lkerungsentwicklung), anschaut, dann wurde hier in unverantwortungsloser Weise gewaltig gepennt. Da hilft dann auch kein Migrationspakt, der vor diesem Hintergrund nur eine weitere verantwortungslose Augenwischerei ist, da er nicht das Problem an der Wurzel packt, sondern für viele nur ein "weiter so" signalisiert.

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