Recycling

Firma bringt Anlage zur Aufspaltung von Gülle auf den Markt Premium

Ein Unternehmer hat eine Anlage entwickelt, die Gülle aufspalten kann. Die einzelnen Stoffe könne man verkaufen und den Humus als Blumenerde nutzen.

Der Unternehmer Ulrich Geltz aus Mühlacker (Enzkreis) hat eine Anlage entwickelt, die Gülle aufspalten und damit recyclen kann. „Die Anlage ist in der Lage, die Gülle von 60.000 Schweinen beziehungsweise die entsprechende Menge aus Biogasanlagen, also Gärresten, abzuarbeiten", sagte er dem SWR.

Die Gülle wird beim Recyclen in die drei Bestandteile Phosphatsalze, ...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

PV-Anlagenbesitzer wünschen Infos vom Netzbetreiber und Energieversorger

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Christian Bothe

Schweinegülle

Ergänzung noch zu meinem Beitrag von vorgestern. Dekantierte Schweinegülle wurde sogar in der Bullenmast als Futter im Gemisch mit getreidehaltigen Strohpellets nach FBS verfüttert .War nicht so toll, wenn man es draußen lagern musste und es regnete...Bullen wurden u.a. in die BRD,NL und SU exportiert.

von Jens Geveke

Planungen und Ideen sind schön,aber...

spannend wird es erst, wenn eine Technik in der Praxis bewiesen hat, dass sie wirtschaftlich und technisch nachhaltig funktioniert. Und da wird bei vielen Anbietern/Planern/DanielDüsentriebs die Luft sehr dünn. Seit Beginn des Biogasbooms in 2004 sind Techniken und Anlagentypen "nächstes Jahr" marktreif, daher wundert mich diese Meldung hier nicht, gefühlt ist es die 20zigste. Die bisher erfolgreichen Konzepte basieren nur auf der Konstruktion des EEG 2009, läuft das aus, fallen viele Trocknungen unf Aufbereitungen wie ein Kartenhaus wieder zusammen. Es wird darauf hinauslaufen, dass durch einfache technische Maßnahmen (Separieren/Dekantieren) Nährstoffschwerpunkte gebildet werden, die dann besser individuell genutzt werden können. Und was dann zuviel ist, muss dann zu den Ackerbauern gefahren werden. Und wenn die zu weit weg sind, dann muss man über Konsequenzen nachdenken.

von Drs. Hans J.P. Freiherr von Donop

Nur bezahlbar oder ertragreich?

Bis sich das Verbraucherverhalten im Fleischkonsum ändert, muss heute das Problem der Überdüngung und des Nitratgehaltes im Trinkwasser gelöst werden. Und die "frische Landluft" bei der Gülleausbringung will auch keiner. Bezahlbar ist das meiste, wenn die Rendite stimmt. Und die kann nur aus den Veredelungsprodukten entstehen. ASL bringt wegen Überangebot am Markt kaum noch Ertrag. Humus aus dem Feststoff als Blumenerde ebenso und Phosphat nur bei Pflanzenverfügbarkeit . Dabei müssen die Nährstoffe organikfrei aufbereitet werden, um als Handelsdünger ohne Anrechnung auf die 170kg N-Grenze ertragreich mit mehr als 150 €/to vom Handel abgenommen zu werden. Aber überhaupt machbar ist das alles nur, wenn man für das separierte Wasser überall eine Einleitungserlaubnis erhält. Das ist dann der Fall, wenn das Wasser steril, ohne Antibiotika und Hormone ist und der Mineraliengehalt dem des aufnehmenden Gewässers entspricht und alle Schwermetalle unter den Grenzwerten bleiben. Wenn dann noch ein Ertrag vor Steuern zwischen 4-10 € je Inputtonne in der Vollverarbeitung entsteht, kann man erst von einer wirklichen und nachhaltigen Lösung sprechen. Und diese Technik ist verfügbar, erprobt, emissionsarme und hoch wirtschaftlich. Zur Zeit sind 13 Anlagen bundesweit mit je 120.000 qm/a in der Genehmigungsplanung mit einem ROI unter 4 Jahren und daher sehr im Fokus von Investoren. Weitere Information unter www.guelleaufbereitung.com

von Bernd Müller

Ist doch klar...

, dass der der Nabu dagegen ist. Mit so einer Technik geht ihnen doch ein wichtiges Argument gegen die Intensivtierhaltung verloren. Super Konzept, wenn es bezahlbar ist...

von Christian Bothe

Dekantierung

Gute Sache, wenn man dann die Inhaltsstoffe separieren kann! So etwas ähnliches gab es schon in der DDR. Da wurde Schweinegülle dekantiert, zur Kompostierung verwendet und dann an die Pflanzenbaubetriebe verkauft.

von Heinrich Albo

Wenn Schwermetalle entfernt werden

dann wäre das doch auch was für die kommunalen Kläranlagen. Wir Landwirte haben schon eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft...Es fehlen nur die Nährstoffe die uns durch Lebensmittel entzogen werden...Die NGO'S haben von so etwas natürlich keine Ahnung.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen