Heizen mit erneuerbaren Energien

Unterschiedliche Meinung zur Wärmewende Premium

Das Klimapaket bringt die Energiewende in Gebäude in Gang, freut sich die Heizungsbranche. Der Bundesverband der Solarwirtschaft sieht das ganz anders.

Nach jahrelangem Hin und Her wird jetzt die Wärmewende endlich gestartet: So kommentieren die Spitzenverbände der Heizungsbranche die vom Klimakabinett vorgestellten Pläne für mehr Klimaschutz. Auf der am 24. September stattgefundenen Deutschen Wärmekonferenz begrüßten der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) und der Deutschen Großhandelsverband Haustechnik (DG Haustechnik), die Grundsatzbeschlüsse der Bundesregierung. „Dass die von unserer Branche seit vielen Jahren geforderten steuerlichen Anreize für mehr Effizienzinvestitionen im Gebäude umgesetzt werden sollen, begrüßen wir sehr“, so Uwe Glock, Präsident des BDH. „Die hinzukommende Austauschprämie für alte Ölkessel oder andere fossil betriebene Heizungen betrachten wir als positive Ergänzung zu den steuerlichen Anreizen“, ergänzt Michael Hilpert, Präsident des ZVSHK. Diese Austauschprämie von 40 % der Investitionssumme dürfe helfen, den enormen Modernisierungsstau in deutschen Heizungskellern beschleunigt aufzuheben.

Großes CO₂-Minderungspotenzial

Die drei Verbände machten auf der Deutschen Wärmekonferenz deutlich, dass der Austausch eines veralteten Heizkessels bis zu 2,7 Tonnen CO₂-Einsparung bringt. „Würden die...

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Eine aktuelle Prognose von EuPD Research zum deutschen Heizungsmarkt zeigt bis zum Jahr 2030 lediglich geringe Tendenzen, dass Hausbesitzer auf erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung umsteigen.

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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Diskussionen zum Artikel

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von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Euphorie

Im Wärmesektor knallen die Korken: Die Regierung hat den Heizungsbauern einen dicken Brocken zugeschustert, der bis 2025 umgesetzt wird. Umgesetzt wird aber hauptsächlich der Austausch, incl. 40 % Subvention, der alten Ölheizung hin zu einem modernen Brennwertkessel. Das wird die Strategie der Eigenheimbesitzer sein. Ab 2026 darf ja keine Ölheizung mehr eingebaut werden, aber die "alten" Anlagen werden Bestandsschutz bekommen. Die regenerativen Energien, in diesem Sektor, werden wohl weiter ein Nischenprodukt bleiben. Wenn regenerativ dann kommt nur ein Erd- / Luftwärmetauscher in Frage. Solarthermie ist nach Meinung vieler Experten und Heizungsbauer nicht Zielführend. Immer Sommer, wenn es heiß ist, benötige ich nicht unbedingt heißes Wasser, im Winterhalbjahr muss ich dann sehen wo die Wärme herkommt. Dann macht meine Anlage Pause.

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