Aus der Wirtschaft

Gärrestaufbereitung

Vom Gärrest zum Wasser

Agrikomp bietet mit „Agrifer Plus“ ein neues Verfahren zur Gärrestaufbereitung. Damit soll Gärrest in 3% Ammoniakwasser, in ca. 50% einleitfähiges Wasser und ca. 27% NPK-Konzentrat aufgetrennt werden.

Das neue Verfahren „Agrifer Plus“ von Agrikomp basiert auf dem neu entwickelten Verfahren der Fraktionierten Eindampfung. Diese nutzt die unterschiedlichen Dampfdrücke von Ammoniak und Wasser, um sie in mehreren Stufen durch Eindampfung zu trennen. Aus der Fraktionierten Eindampfung entstehen drei Kondensat-Fraktionen:

  1. Konzentrierte Ammoniaklösung (ca. 15% NH4-N) - findet in der chemischen Industrie Anwendung,
  2. schwachbelastete Ammoniaklösung (< 1% NH4-N),
  3. nahezu NH4-N freie Wasserfraktion - kann im Betrieb genutzt, verdunstet oder
    eingeleitet werden.

Um die „Fraktionierte Eindampfung“ zu einem Vollaufbereitungsverfahren (AgriFer Plus) auszubauen, fügt Agrikomp weitere Aggregate hinzu. Vor der Eindampfung wird das Gärprodukt zunächst mit dem „Quetschprofi“ mechanisch separiert. Zur Behandlung der zweiten, schwach belasteten Kondensatfraktion wird eine Umkehrosmose eingesetzt. Mit dem Agrifer Plus-Verfahren wird das Inputmaterial in ca. 3 % Ammoniakwasser (das bis zu 50 % des Gesamtstickstoffes aus dem Input enthält), in ca. 50 % einleitfähiges Wasser und ca. 27% NPK-Konzentrat, nutzbar als Dünger, aufgetrennt. Die Vorteile des Verfahrens sind laut Hersteller, dass marktfähige Produkte entstehen.

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