Nationale Wasserstoffstrategie

Wasserstoff als Chance für erneuerbare Energien Plus

Der angestrebte Ausbau der Wasserstoffwirtschaft könnte erneuerbaren Energien hierzulande einen Schub bringen. Auch für Post-EEG-Anlagen bietet sich eine Chance.

Mit der gestern verabschiedeten nationalen Wasserstoffstrategie will die Bundesregierung bis 2030 mindestens fünf Gigawatt, spätestens bis 2040 sogar zehn Gigawatt Elektrolyseleistung in Deutschland aufbauen. Das entspricht laut Deutscher Energieagentur in etwa dem 200fachen der aktuell vorhandenen Kapazitäten. „Dafür sind im Konjunkturpaket der Bundesregierung bereits finanzielle Mittel im Umfang von neun Milliarden Euro hinterlegt“, erklärt Bernd Westphal, wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

Deutlicher Ausbau der erneuerbaren Energien nötig

Die Wasserstoff-Förderung muss nun aber mit einem massiv zu verstärkenden Ausbau erneuerbarer Energien einhergehen, forderten gestern viele Verbände und Politiker. „Die Strategie geht davon aus, dass die Wasserstoffnachfrage künftig weit über der nationalen Produktion liegen wird: 2030 demnach bei 90 bis 110 Terawattstunden. Erzeugt werden dann in Deutschland aber voraussichtlich nur 14 Terawattstunden“, erklärt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Diese Lücke lasse sich nur verringern, indem durch einen deutlichen Ausbau der erneuerbaren Energien das Wasserstoffangebot erhöht und zugleich durch strikte Energieeffizienzvorgaben die Wasserstoffnachfrage reduziert werde. In ihrer jetzigen Fassung verschiebe die nationale Wasserstoffstrategie diese Herausforderungen auf andere Länder und setzt von vornherein auf internationale Importe.

Heute sei bereits klar, dass mit einem gesteigerten Bedarf von erneuerbaren Energien...

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Diskussionen zum Artikel

von

Blauer Wasserstoff geths noch ?

Warum macht man aus einem stabilen Erdgas CH4 mit hohem Energieaufwand ein instabiles Gas Wasserstoff H2, das wenn es austritt sofort reagiert. Ebenso gibt es Enerieverluste vom 30 bis 40% bei der Umwandlung. Wenn man es vertanken will sind Investitionen von 1,5 Mio. Euro pro Tankstelle ... mehr anzeigen

von Renke Renken

Aber erst mal

die Bestandsanlagen nach 20 Jahren abschalten..........und den Ausbau behindern. Hat bei unseren Politikern überhaupt irgend jemand noch die Fähigkeit Zusammenhänge zu erkennen, oder wollen wir dann irgendwann Wasserstoff mit Kohlestrom aus Polen oder Atomstrom aus Tschechien und ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Besser noch:

Während mancherorts überschüssiger Wasserstoff dem Erdgasnetz beigemengt wird, will Altmaier für den "Übergang" (Er wird damit 30Jahre meinen) aus importiertem Erdgas "blauen Wasserstoff" gewinnen, weil es nicht genug "grünen" geben wird. Klar, wenn man bremst, wo man kann. Siehe ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Gute Wissenschaft haben wir,

aber auch Viele "Nicht so schnell und nicht so hoch".

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