Digitalisierung der Energiewende

Weg ist frei für intelligente Messsysteme

Das Bundeswirtschaftsministerium zeigt im zweiten Digitalisierungsbarometer, welche neuen Lösungen es für die Energiewende gibt.

Wie ist die Digitalisierung der Energiewende in Deutschland im Jahr 2019 vorangekommen? Wo ist noch Arbeit notwendig? Diesen Fragen geht die Fortschreibung des „Barometer Digitalisierung der Energiewende“ von EY (Ernst & Young) nach, welches das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Auftrag gegeben und jetzt zum zweiten Mal veröffentlicht hat.

Neue Stromzähler werden Pflicht

Der Barometerbericht 2019 beschreibt den aktuellen Stand bei der Digitalisierung der Energiewende: Mit dem lang erwarteten Durchbruch bei den Zertifizierungen und der Markterklärung ist der Weg für den Pflichteinbau von intelligenten Messsystemen frei. Damit sei ein wichtiges Etappenziel bei der Digitalisierung der Energiewende erreicht. Auch der Standardisierungsprozess gewinne an Kontur, die fachliche Ausarbeitung der Roadmap von Bundeswirtschaftsministerium und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wurde mit klaren Zeitvorgaben gestartet. Erheblichen Fortschritt attestieren die Gutachter auch im Bereich der Marktkommunikation. Die Branche habe die Festlegung der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur „Marktkommunikation 2020“ umgesetzt. Hier bestehe nun mehr Planungssicherheit für die Unternehmen auf dem Weg zur vollständigen Umsetzung der sternförmigen Datenkommunikation. Eine wichtige zukünftige Herausforderung bleibe die Einbindung des Letztverbrauchers in die Digitalisierung der Energiewende.

Mit der Zertifizierung von drei Smart Meter Gateways und der Markterklärung für den Beginn des Pflichtrollouts wurde laut den Gutachtern ein wichtiges Momentum geschaffen. Dieses müsse im laufenden Jahr genutzt werden, um Fortschritte auf der gesetzlichen und regulatorischen Ebene und bei der Umsetzung zu erzielen.

Das am 2. September 2016 in Kraft getretene Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) hat Smart Metering in Deutschland neu definiert und die Rahmenbedingungen für ein zukunftstaugliches Smart Grid gesetzt. Das Digitalisierungsbarometer betrachtet in jährlichen Fortschrittsberichten den Umsetzungsstand des Gesetzes.

Sie können das Digitalisierungsbarometer hier abrufen.

Die Redaktion empfiehlt

Verbraucher mit mehr als 6000 kWh und Betreiber von Photovoltaikanlagen müssen künftig einen „Smart Meter“ einbauen lassen. Hierzu gibt es neue Infos.

Ein frühzeitiger Wechsel auf ein konventionelles Messsystem könnte günstiger werden als der Umstieg auf den „Smart Meter“, meint der Energiedienstleister Wattline aus Ruderting.

Betreiber von Photovoltaikanlagen sehen den Pflichteinbau von intelligenten Messsystemen überaus kritisch. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Auf Kommentar antworten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen