Weniger Holzheizungen installiert

Der deutsche Heizungsmarkt wird immer noch von fossilen Brennstoffen dominiert. Zwar geht der Anteil von Ölheizungen zurück. Aber auch der Anteil der Holzkessel sank.

Die deutschen Installationsbetriebe haben im Jahr 2017 insgesamt  712.000 neue Heizungen verkauft. Das bedeutet ein Absatzplus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, zeigt die Jahresbilanz des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH).

Gasheizungen dominieren

Beim Absatz dominieren vor allem Gasheizungen. Insgesamt wurden 608.000 Öl- und Gasheizungen installiert, das sind 85 % des Gesamtmarktes. Während Gas.-Brennwerttechnik mit 471.500 Anlagen um 4% gegenüber 2016 zulegte, sank die Ölbrennwerttechnik um 10 % auf 60.000 Anlagen, herkömmliche Ölkessel um 15 % auf 3500 Stück.

Leichtes Plus bei Pellets und Hackschnitzeln

Die Zahlen liegen jedoch immer noch deutlich über denen für Holzheizungen. Mit insgesamt 26.500 Stück gab es ein Minus von 8 %. Am stärksten gingen mit minus 22 % die Scheitholzkessel auf 10.500 zurück. Pellets legten dagegen um 5 % auf 13.000 zu, bei Hackschnitzelkesseln gab es ein Plus um 2 % auf 3000 Stück.

Auch bei Solarthermieanlagen gab es ein Minus von 16 % auf 624.500 m² Kollektorfläche.
Die stärkste Zunahme verzeichneten Wärmepumpen: Sie legten um 17 % auf 78.000 Anlagen zu, wobei die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einem Plus von 20 % (55.000 Stück) dominierte.

Vor allem im Neubau

Die meisten der neuen Anlagen wurden im Neubau installiert. „Bei bestehenden Gebäuden läuft die Modernisierung nach wie vor im Schneckentempo. Mit Blick auf die Klimaziele 2030 muss die Modernisierungsquote jetzt deutlich gesteigert werden“, erläutert BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke. Die Entwicklung bei erneuerbaren Technologien bezeichnet der BDH als „nicht zufriedenstellend“.


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