Freiflächen-Photovoltaikanlagen

Wie wirken Solarparks auf das Landschaftsbild?

Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende will mit einer neuen Bewertung die Planung von Solarparks unterstützen und die Akzeptanz erhöhen.

Der stark ansteigende Ausbau der Solarenergie in der Freifläche geht mit Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes einher, die zentral für die Akzeptanz des Ausbaus unter der Bevölkerung sein können. Heute gibt es nach Ansicht des Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende (KNE) keine einheitlichen Bewertungskriterien und -maßstäbe. Daher falle die Bewertung der landschaftsbildlichen Beeinträchtigungen stark vereinfacht und intransparent aus.

Ersatzgeldzahlung möglich

Das kann die Akzeptanz in der Bevölkerung mindern, schreiben die Autoren in der 24-seitigen Analyse „Auswirkungen von Solarparks auf das Landschaftsbild“. Außerdem könnte demnächst ein Ersatzgeld erhoben werden können, wenn ein Ausgleich für eine Baumaßnahme nicht möglich ist. Hierzu wird gerade das Baugesetzbuch novelliert. Die Höhe des Ersatzgeldes bemisst sich nach den durchschnittlichen Kosten der nicht durchführbaren Ausgleichsmaßnahmen einschließlich der Bereitstellung hierfür erforderlicher Flächen. Sind diese Kosten nicht feststellbar, wird die Höhe des Ersatzgeldes nach Dauer und Schwere der voraussichtlichen Beeinträchtigung abhängig gemacht. „Eine fundierte Auseinandersetzung mit Qualität und Beeinträchtigung des Landschaftsbildes könnte durch den Fokus auf die für die Ersatzgeldbemessung relevanten Kriterien in den Hintergrund geraten“, befürchtet das KNE.

Mehr Planungssicherheit

Darum sei eine fundierte Methode zur Bewertung der Auswirkungen von Solarparks auf das Landschaftsbild die Voraussetzung für eine angemessene Berücksichtigung des Landschaftsbildes bei der Eingriffsregelung in der Bauleitplanung. Nachvollziehbare Bewertungsschritte können die Transparenz und damit die Akzeptanz der Bewertungsergebnisse steigern sowie die Planungssicherheit für Projektierer verbessern. Vor diesem Hintergrund untersucht die jetzt veröffentlichte Ausarbeitung aktuelle Bewertungsverfahren und formuliert Empfehlungen für deren Verbesserung. Sie finden diese unter www.naturschutz-energiewende.de

Die Redaktion empfiehlt

Solarparks lassen sich naturverträglich bauen. Das zeigt eine Diskussionsrunde des Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende (KNE).

Unternehmen der Solarbranche fordern von der Bundesregierung, dass Standortgemeinden und Bürger über ein neues Steuer- und Abgabensystem mehr von Solarparks profitieren sollen.

Man kann es rechtlich nicht verbieten, dass das Ersatzgeld aus einem naturschutzrechtlichen Ausgleich für den Flächenkauf verwendet wird, sagt das Bundesumweltministerium.


Diskussionen zum Artikel

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Photovoltaik

Die Energie aus der Sonne hat ein Problem: der Winter!! - in der Zeit von November bis Februar liefern diese Anlagen nicht einmal 10 % der normalen Energieausbeute. Daher sind sie für mich nur im privaten Bereich sinnvoll. Dazu kommt, dass Freiflächenanlagen ab 100 kWp sich an der ... mehr anzeigen

von Christian Bothe

Solar

Stimmt so nicht!Mit meiner Anlage auf dem Dach (von 207kwp,Bj.2001)hatte ich die besten Erträge und Leistungen im Februar.Module erwärmen sich nicht so stark...

von Franz Lehner

Freiflächenanlagen

Hallo also ich muss dazu sagen das bei uns Inder Gegend schon einiges an freiflächenanlagen gebaut worden ist und ich finde es nicht gut. wenn teilweise 90er Böden mit sowas zugepflastert wird und auf 30er Böden soll eine Landwirtschaft stattfinden dann versteh ich das nicht. Man ... mehr anzeigen

von Christian Bothe

Solaranlagen

Immer noch besser als dieser gesamte „Windmüll“ ,welcher in der Landschaft herumsteht...Solar auf Dächern,Ödland usw.plus Agrophotovoltaik sollte weiter genutzt werden.

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