Pressekonferenz Fachverband Biogas

Wieder positive Signale für Biogas

Bei einer digitalen Pressekonferenz stellte der Fachverband Biogas die Perspektiven für die Branche vor, zeigte aber auch auf, wo es dringenden Nachholbedarf in der Politik gibt.

Es ist eine ungewohnte Situation für die Biogasbranche: Zum ersten Mal seit acht Jahren zeigt die EEG-Novelle neue Perspektiven auf. Damit ist die Branche einmal mehr im Umbruch. Das zeigt die erste digitale Pressekonferenz des Fachverbandes Biogas im Vorfeld der Jahrestagung „Biogas Convention“, die dieses Jahr erstmals vom 16. bis 20.11. digital im Netz stattfinden wird.

Erstmals Rückbau von 250 Anlagen

Für das Jahr 2020 erwartet der Fachverband erstmals einen Rückgang der installierten Biogasleistung: Rund 250 Betreiber werden aufhören. Gleichzeitig stagniert der Bau neuer Biogasanlagen auf niedrigem Niveau und kann den Verlust nicht kompensieren. Mit dem EEG 2014 nahm diese Entwicklung ihren Anfang – und könnte nun mit dem EEG 2021 gestoppt werden.

„Wir haben mit dem Kabinettsentwurf zum EEG ein starkes Signal von der Politik bekommen“, sagte Verbandspräsident Horst Seide auf der Pressekonferenz. Er fasst die vielen positiven Perspektiven im EEG-Entwurf so zusammen: „Die Politik baut auf Biogas in den nächsten Jahren.“ Ausdruck dafür seien u.a. die geplante Erhöhung des Höchstgebotswertes um 2 ct für das Ausschreibungsverfahren, die Aufhebung des Flex-Deckels und die Anhebung des Flexzuschlages von 40 auf 65 €/kW für neue Anlagen. „Darin ergeben sich viele Chancen für die Betreiber, die wir aufgreifen werden“, erklärte Seide.

Trotzdem würden einige Landwirte ihre Anlagen stilllegen, die wegen steigender Auflagen und Investitionsbedarf keine Perspektive mehr...

Die Redaktion empfiehlt

Biogastagung

Biogas Convention erstmals online

vor von Hinrich Neumann

Die Jahrestagung des Fachverbandes Biogas, die „Biogas Convention 2020“ findet vom 16. bis 20. November 2020 nur virtuell statt. Es gibt acht Themenblöcke.

Flexible Stromerzeugung

Biogasanlagen: Batterien im Strommarkt

vor von Hinrich Neumann

Eine Analyse zeigt: Die Stromeinspeisung von flexiblen Biogasanlagen folgt zuverlässig der Residuallast und den Strompreisen. Allerdings ist die Zahl der echten Flexanlagen gering.

Neben flexibler Stromerzeugung muss die Biomethanerzeugung eine Alternative für bestehende Biogasanlagen werden. Darum beantragt die Fraktion der Grünen bessere Rahmenbedingungen.


Diskussionen zum Artikel

von Andreas Gerner

Auf den letzten Drücker wird Svenja Schulze behaupten,

Biogas sei schädlicher für das Klima als fossiles Gas. Ebenso wie sie es kürzlich über die Bio Kraftstoffe gesagt hat. Was dann am 27. beschlossen wird, kann man sich ausmalen

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen