Biogas

Wildbienen lieben blühende Energiepflanzen Plus

Die Agrokraft GmbH im Landkreis Rhön Grabfeld fördert den Anbau von Blühpflanzen. Wissenschaftler fanden auf den bisher angelegten Flächen unerwartet viele Bienenarten.

Die große Resonanz auf das Volksbegehren Artenvielfalt in Bayern hat es gezeigt: Biodiversität ist vielen Menschen ein wichtiges Anliegen. Nur: Wie verbessert man die Bedingungen für Insekten, Vögel & Co. in der Landwirtschaft möglichst großflächig? Blühende Energiepflanzen für Biogasanlagen sind hier ein interessanter Ansatz, weil sie größere Akzeptanz seitens der Landwirte versprechen als Flächenstilllegungen.

Dieses Jahr sind 100 ha das Ziel

Ganz ohne Förderung geht es aber auch hier nicht: So ist der Anbau von artenreichen mehrjährigen Blühmischungen als Biogassubstrat nach Untersuchungen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) im Schnitt mit einem rund 50-prozentigen Ertragsverlust gegenüber Mais verbunden. Zum Ausgleich fördert die Agrokraft GmbH im Landkreis Rhön Grabfeld seit 2017 gemeinsam mit verschiedenen Partnern, u. a. dem BUND Naturschutz in Bayern e. V., den Anbau der Wildpflanzenmischung „Veitshöchheimer Hanfmix“ der LWG. 2019 erhält der anbauende Landwirt 500 Euro Förderung pro Hektar, ermöglicht durch die Unterstützung des Bayerischen Naturschutzfonds. Die Agrokraft hat sich dieses Jahr das Ziel „100 Hektar Blühflächen“ gesteckt - ein deutlicher Zuwachs gegenüber 2018 (38 ha) und 2017 (gut 20 ha).

Der Veitshöchheimer Hanfmix umfasst 25 Pflanzenarten und ist das Ergebnis mehrerer Forschungsprojekte. Unter dem Titel „Energetische Verwertung von kräuterreichen Ansaaten in der Agrarlandschaft und im Siedlungsbereich“ startete das...

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Diskussionen zum Artikel

von Josef Fischer

war ja klar

Biogas wird die Welt (oder hier die Insekten) retten...

von Josef Fischer

war ja klar

Biogas wird die Welt (oder hier die Insekten) retten...

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