Rostock

Windanlagenbauer Nordex verdreifacht Fehlbetrag

Starker Wettbewerb und Kostendruck: Nordex meldet hohe Verluste im ersten Quartal. Unterm Strich steht ein Minus von rund 150 Mio. €. Der Aktienkurs fiel zeitweise auf ein Zwei-Jahres-Tief.

Der Windanlagenbauer Nordex gerät weiter in Schieflage. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich der Fehlbetrag 2022 knapp verdreifacht, meldet der NDR.

Grund für den finanziellen Einbruch seien laut Nordex Kosten für die Neuausrichtung bei der Rotorblattfertigung, eine geringere Installationsleistung sowie gestiegene Rohstoff- und Logistikkosten, berichtet der Sender. All das habe im ersten Quartal zu einem Konzernverlust von knapp 151 Mio. € geführt. Im Vorjahreszeitraum sei es noch ein Minus von knapp 55 Mio. € gewesen.

Nordex hatte Ende Januar angekündigt, die Rotorblattfertigung in Rostock Ende Juni einzustellen. Das Wettbewerbsumfeld sei zu schwierig und die Nachfrage nach größeren Rotorblättern, die nicht in Rostock hergestellt werden könnten, sei gestiegen. Betroffen sind rund 600 Mitarbeiter.

Nach Informationen der Tagesschau ist auch die spanische Siemens-Tochter Siemens Gamesa in schwerem Fahrwasser. Seit Jahren mache der Konzern Verluste, will deshalb Werke schließen und Stellen abbauen.

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