Windenergie

Windenergie-Zubau bricht stark ein

Ein Brutto-Zubau der Windenergie an Land von 2.402 Megawatt (MW) bzw. 743 Anlagen im Gesamtjahr 2018 liegt unter den ohnehin niedrigen Erwartungen. Auch die Perspektive für die Jahre 2019 - 2020 bleibt für den Bundesverband Windenergie schwach.

Mit lediglich 2.402 Megawatt (MW) bzw. 743 neuen Anlagen fällt der Neubau von Windenergieanlagen in Deutschland im Jahr 2018 noch hinter das Niveau von 2013 zurück. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Deutschen WindGuard.

Der Zubau entspricht einem Rückgang von 55 Prozent im Vergleich zum Gesamtjahr 2017. Er liegt damit deutlich unter der von Bundesverband WindEnergie (BWE) und VDMA Power Systems zur Jahresmitte 2018 geschätzten Zahl von 3.300 MW.

Wichtige Aussagen aus dem aktuellen Report:

  • 2018 wurden 205 Anlagen mit 249 MW Leistung stillgelegt.
  • Mit 206 Anlagen (718 MW) war Niedersachsen wieder Zubaumeister, rund ein Drittel der neuen Anlagen wurden hier installiert.
  • An zweiter Stelle lag Nordrhein-Westfalen (106 Anlagen, 331 MW), gefolgt von Brandenburg (91/289 MW) und Hessen (70/220 MW). Mit Rheinland-Pfalz lag ebenfalls ein südliches Land auf Platz 6 (66/203 MW).
  • Baden-Württemberg ist auf Platz 9 abgesagt, Bayern sogar auf Platz 13: Hier wurden nur 8 neue Windräder errichtet.

„Heute ist es wichtiger denn je, schnell den Ausbau der Erneuerbaren Energien hin zum 2030-Ziel zu definieren und die Pfade anzupassen. Das Stop-and-Go muss beendet werden“, kommentiert Matthias Zelinger, Geschäftsführer VDMA Power Systems, die Zahlen. Wegen der erreichten Kostensenkungen und des angekündigten...

Die Redaktion empfiehlt

Europas Windenergiebranche geht die Puste aus

vor von SYSADM, SYSADM

Nach der Automobil- und Solarbranche hinterlässt die Finanzkrise nun verstärkt auch bei der europäischen Windenergiebranche und deren Zulieferer ihre Schleifspuren.