Thema: Glyphosat

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Ergebnis 81 bis 90 von 301
  1. #81

    Liebe Doris,
    Seralini scheint nicht exakt gearbeitet zu haben, ansonsten hätte er seine Studie nicht zurückgezogen. Sein Rattenstamm kriegt Tumore unabhängig von der Art der Fütterung. Trotzdem muss ich Dir recht geben, man findet auch im englischen Sprachraum fast keine Studien welche selbige berechtigte Frag beantworten. Kann daran liegen, dass diese nur im geschützten Bereich der wissenschaftlichen Zeitschriften zugängig sind (?). Was ich gefunden habe, ist eine polnische Studie an Schweinen, sowie eine Bayerische an Kühen.
    Effect of feeding genetically modified maize and soybean meal to sows on their reproductive traits, haematological indices and offspring performance
    Małgorzata Świątkiewicz1 / Dariusz Bednarek2 / Jan Markowski3 / Ewa Hanczakowska1 / Krzysztof Kwiate4 1Department of Animal Nutrition and Feed Science, National Research Institute of Animal Production, 32-083 Balice, Poland 2Department of Cattle and Sheep Diseases, National Veterinary Research Institute, 24-100 Pulawy, Poland 3National Laboratory for Feedingstuffs, National Research Institute of Animal Production, 71-617 Szczecin, Poland 4Department of Hygiene of Animal Feedingstuffs, National Veterinary Research Institute, 24-100 Pulawy, Poland Quellenangabe: Bulletin of the Veterinary Institute in Pulawy. Band 57, Heft 3, Seiten 413–418, ISSN (Print) 0042-4870, DOI: 10.2478/bvip-2013-0071, September 2013 Publikationsverlauf: Erschienen Online: 27.09.2013 Abstract The effect of Roundup Ready MON-40-3-2 soybean meal and Bt maize MON810 on sows performance and haematological indices, including parameters of erythrocytes, leukocytes, and trombocytes, as well as the piglets rearing indices were evaluated in the experiment carried out on 24 sows and their progeny. After mating sows were divided into groups: I - control, conventional soybean meal and conventional maize; II - genetically modified (GM) soybean meal and conventional maize; III - conventional soybean meal and GM maize; IV - GM soybean meal and GM maize. All used feed mixtures were isonitrogenous and isoenergetic, however differed in presence or absence of genetically modified maize MON810 (5% for pregnant and 8% for lactating sows) and/or soybean meal MON-40-3-2 (4% for pregnant and 14% for lactating sows). Born piglets were allotted to the same group as their mothers. The study showed that feeding pregnant and lactating sows with mixtures containing genetically modified RR soybean or/and meal Bt maize did not significantly affect their reproductive characteristics and offspring performance. There was no effect of dietary treatment on haematological indices. Transfer of transgenic DNA from GM feed to blood was not confirmed.
    Effect of Feeding Cows Genetically Modified Maize on the Bacterial Community in the Bovine Rumen
    S. Wiedemann,1 P. Gürtler,1 and C. Albrecht1,2,*
    Physiology Weihenstephan, Technical University Munich, Weihenstephaner Berg 3, D-85354 Freising, Germany,1 Institute of Biochemistry and Molecular Medicine, University of Bern, Buehlstr. 28, CH-3012 Bern, Switzerland2
    *Corresponding author. Mailing address: Institute of Biochemistry and Molecular Medicine, University of Bern, Buehlstr. 28, CH-3012 Bern, Switzerland. Phone: 41 31 631 4108. Fax: 41 31 631 3410. E-mail: christiane.albrecht@mci.unibe.ch
    Copyright © 2007, American Society for Microbiology
    This article has been cited by other articles in PMC.
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    Abstract
    Rumen-cannulated cows (n = 4) were fed successively silage made from either conventional or genetically modified (GM) maize. Results revealed no effects of GM maize on the dynamics of six ruminal bacterial strains (investigated by real-time PCR) compared to the conventional maize Silage.
    In keiner anderen naturwissenschaftlichen Disziplin gibt es extreme Befürworter sowie extreme Gegner. Die in der Naturwissenschaft übliche Mitte der Vernunft und des Dialogs fehlt fast völlig. Deswegen ist es bei der grünen GT so schwer, wissenschaftlich begründbare Lösungen zu finden (die sind ja von Monsanto gesponsert, wieder son Greenpeace Scheiß).
    Denk mal drüber nach!
    LG Dein Massa, der "not-GT-Hassa"

    Geändert von massa04 (12.12.2013 um 19:21 Uhr)

  2. #82

    Zu Herrn Toddelg:
    Falls "Seralin" Seralini sein soll, ist an mir vorbeigangen, dass er seine Studie selbst zurückgezogen hat. Wäre schön, wenn man das verlinken könnte.
    Wie "unabhängig" das BfR ist, habe wiederum ich verlinkt.
    Und natürlich gibt es Studien, die gegen Glyphosat sprechen: z. B. Studie: Nutztiere scheiden Glyphosat aus - betriebsfuehrung - agrarheute - 2 - logisch, dass diese dem angeblich unabhängigen BfR nicht gefällt. War bei den 1050 Studien wohl auch nicht dabei...


  3. #83

    Lieber Willi,

    ich höre nun zum zweiten Mal, dass Seralini seine Studie zurückgezogen hat. Dies ist mir total neu - wobei ich in den letzten Tagen sehr anderweitig beschäftigt war. Wo steht dies?
    Hast Du meine Verlinkung hierzu gelesen? Als Laie finde ich die Antworten auf die Kritik sehr einleuchtend. Und auch bezeichnend, wer diese Kritik geübt hat.

    Die bayerische Fütterungsstudie kannst Du in die Tonne klopfen. Deshalb wurde sie auch nie wirklich publik gemacht.

    Die, die Du eingestellt hast, werde ich gleich mal suchen.

    Geändert von Doris Peitinger (12.12.2013 um 19:18 Uhr)

  4. #84

    Zitat Zitat von Doris Peitinger Beitrag anzeigen
    Zu Herrn Toddelg:
    Falls "Seralin" Seralini sein soll, ist an mir vorbeigangen, dass er seine Studie selbst zurückgezogen hat. Wäre schön, wenn man das verlinken könnte.
    Wie "unabhängig" das BfR ist, habe wiederum ich verlinkt.
    Und natürlich gibt es Studien, die gegen Glyphosat sprechen: z. B. Studie: Nutztiere scheiden Glyphosat aus - betriebsfuehrung - agrarheute - 2 - logisch, dass diese dem angeblich unabhängigen BfR nicht gefällt. War bei den 1050 Studien wohl auch nicht dabei...
    Dänische Kühe Scheiden Glyphasat aus . Dänische Kühe haben geschädigte Leberzellen. Dänische Kühe haben einen Mangel an Spurennährstoffen.
    Der Zusammenhang wurde nachgewiesen. Herzlichen Glückwunsch.


  5. #85

  6. #86

    Zitat Zitat von Doris Peitinger Beitrag anzeigen
    Zu Herrn Toddelg:
    Falls "Seralin" Seralini sein soll, ist an mir vorbeigangen, dass er seine Studie selbst zurückgezogen hat. Wäre schön, wenn man das verlinken könnte.
    Hab es schon öfters hier verlinkt.
    Endlich! Séralinis Genfood-Sensation wandert in die Tonne

    Endlich! Séralinis Genfood-Sensation wandert in die Tonne › Detritus › SciLogs - Wissenschaftsblogs


    Wie "unabhängig" das BfR ist, habe wiederum ich verlinkt.
    Und natürlich gibt es Studien, die gegen Glyphosat sprechen: z. B. Studie: Nutztiere scheiden Glyphosat aus - betriebsfuehrung - agrarheute - 2 - logisch, dass diese dem angeblich unabhängigen BfR nicht gefällt. War bei den 1050 Studien wohl auch nicht dabei...
    Die Studie hat die "Herausgeberin" auch um die Ohren gehauen bekommen.
    Kommentare dazu kannst Du Dir selber suchen.
    http://www.bfr.bund.de/cm/343/erste-...ilchkuehen.pdf
    Leider ist der Umweltschutz beim BUND einer Propaganda gewichen, ehrlich wird dort nicht argumentiert.
    Es werden Studien in den Medien verbreitet, obwohl sie wissen, das diese untragbar sind.


    Leider sind die "angeblichen" Studien, die gegen Glyphosat ins Feld gebracht werden alle nicht haltbar, daran ändert auch kein BUND etwas.


    Dem BfR ist es egal, sie legen Fakten auf den Tisch! Was damit gemacht wird ist Sache der Regierung.
    Einfluss durch die Pharmalobby ist dort nicht gegeben, auch nicht der Ökolobby.

    Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, dann sollte man daraus keine Religion machen, sondern, falls man ohne Vorbehalt das Glyphosat betrachtet, die Fakten zur Kenntnis nehmen.
    Wissenschaft hält sich an Ergenisse, nicht an Wünsche.

    Faktencheck: Der BUND, Glyphosat und tote Babys

    Faktencheck: Der BUND, Glyphosat und tote Babys › Detritus › SciLogs - Wissenschaftsblogs



    Pestizid GlyphosatDer erfundene Massenmord

    Glyphosat sei gefährlich, verursache etwa Krebs, Missbildungen und Fehlgeburten, behauptet die Organisation in einer Stellungnahme und verweist auf neun Studien, die das belegen sollen. Abgesehen davon, dass einige dieser Studien das Gegenteil von dem aussagen, was die BUND-Experten daraus lesen wollen.
    Wie die Naturschützer von BUND das Pestizid Glyphosat verteufeln

    Geändert von toddelg (12.12.2013 um 19:58 Uhr)

  7. #87

    Glyphosat ist ein Wirkstoff, über den man reden sollte, den man aber nicht zerreden sollte. Glyphosat ist vereinfacht gesagt ein Kondensationsprodukt (=Wasserabspaltung) von Ortho-Phosphorsäure und der einfachsten Aminosäure Glycin. Deshalb ist es in der Pflanze Phloem-mobil.
    Der Wirkstoff wird über die grünen Pflanzenteile aufgenommen und in der Pflanze weiterverteilt. Dadurch werden auch die unterirdischen Pflanzenteile mehrjähriger Unkräuter und Ungräser abgetötet, die oft schwer zu erreichen sind. Eine Aufnahme über Wurzeln findet nicht statt. Auf einer behandelten Fläche kann daher bald nach dem Absterben der Unkräuter weiter angebaut werden.
    Glyphosat hemmt das Enzym 5-O-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSP-Synthase), dessen Aktivität vor allem in den Chloroplasten lokalisiert ist. Mit der EPSP-Synthase ist der Shikimisäure-Weg blockiert, über den die aromatischen Aminosäuren, Tryptophan, Phenylalanin und Tyrosin angeliefert werden. Schon der Fortfall dieser Aminosäuren hätte den Tod zur Folge. An das Tryptophan schließt sich aber auch noch der Syntheseweg zum Auxin-Phytohormon 1H-Indol-3-ylessigsäure an und über die beiden anderen Aminosäuren werden alle wichtigen Gruppen von pflanzlichen Phenol-Körpern angeliefert. Glyphosat wirkt daher in mehrfacher Hinsicht tödlich. Glyphosat-tolerante Pflanzen zeigen eine Überproduktion an EPSP-Synthase. Durch Transfer des Gens für EPSP-Synthase aus überexprimierenden Zellen (Petunienzellkulturen) oder Bakterien lassen sich Glyphosat-tolerante Pflanzen (z. B. Tomate) erzielen; siehe auch Herbizidresistenz.
    Toxikologie:
    LD50 (Ratte oral) 4320 mg/kg, WHO-Toxizitätsklasse U.
    Umweltaspekte:
    Nicht bienengiftig, giftig für Wasserorganismen, als umweltgefährdend eingestuft. Im Boden zeigt Glyphosat geringe Mobilität. Wir finden es daher nicht im Grundwasserkörper. Der Abbau erfolgt überwiegend mikrobiell. Die Halbwertszeit beträgt 1 bis 2 Monate.
    Da Glyhosat kein Xenobiotium ist, zerfällt es in Phosphat, Ammoniak und CO2.
    Bei einer zweijährigen Fütterungsstudie an Ratten und Hunden wurden bei der höchsten untersuchten Dosis von 300 mg/kg Futter keine schädlichen Wirkungen festgestellt.Der europäische ADI-Wert beträgt 0,3 mg/kg. Der AOEL beträgt 0,2 mg/kg.[40]
    Glyphosat ist ein Totalherizid, das den pfluglosen Ackerbau in erosionsgefährdeten Lagen erst möglich gemacht hat. Dafür ist es unverzichtbar. Wir verwenden es im Betrieb nur ausnahmsweise, wenn wir Tauschflächen bekommen, welche mit Quecke, Distel und Winde versaut sind. Wenn es ordnungsgemäß eingesetzt wird, ist Glyphosat eines der harmlosesten Mittel. Die Sikkation wird natürlich kritisch gesehen.
    Glyphosat erzeugt resistente Unkräuter, wenn es oft solo eingesetzt wird. Das ist die Ackerwinde, der Windenknöterich und die Brennessel. Das ist bei allen Herbiziden so, die als "single site" Inhibitors wirken, wobei Glyphosat mindestens zwei Wirkungsmechanismen hat. Also: Wirkstoffe wechseln und ab und zu mal weder hacken!
    Aber lasst mir um Gottes Willen den Wirkstoff am Leben!
    Euern Massa


  8. #88

    Hallo Willi, habe ich da was falsch verstanden? Nicht Seralini, sondern der Herausgeber hat den Artikel aus seinem Journal zurück gezogen (wegen Anzahl Versuchstiere und besonderer Eigenschaften), so habe ichs gelesen? Gruß Kirsten


  9. #89

    Hallo Kirsten,


    hab ich auch so gelesen , die Zeitschrift die die Studie veröffentlichte hat diese zurück gezogen.
    Is wie mit der TA , wenn genügend Werbeträger mosern, wird halt gelenkt , ähm zensiert, Huch die TF aktiviert, hüstel, notfalls mit der Tradition gebrochen. Einfach abschalten, da sind sie zu feige dazu...

    Karl


  10. #90

    N'abend Willi!

    Interessanter Artikel! Vor allem, weil er sich lediglich mit der Seralini-Studie beschäftigt, aber keinerlei Vergleiche mit anderen Studien schildert...

    So hatte Seralini allen Veröffentlichungen seiner Studie die ich gelesen hatte zufolge höchsten Wert auf Vergleichbarkeit mit anderen Studien, die zur Zulassung bzw. einer Unbedenklichkeitsbescheinigung führten, gelegt.
    Was in de, von Dir verlinkten Artikel hauptsächlich bemängelt wird, ist die niedrige Anzahl der verwendeten Laborratten sowie die Art eben dieser, nämlich eine mit erhöhter Tumorrate.
    Was von Zulassungsstudien bekannt gegeben wurde war, das dort exakt die selbe Rattenart Verwendung fand und die Anzahl auch nicht höher war. Der einzige Unterschied, den die Seralini-Studie ausgezeichnet haben soll war, das sie über einen bedeutend längeren Zeitraum erforscht wurde.
    Solange aber Monsanto und Co die Studien, die zur Zulassung geführt hatten, nicht komplett veröffentlichen, wird man dies alles nie abschliessend beurteilen können. Jedenfalls ist eine Aufarbeitung der einen Studie ohne Vergleiche mit anderen Studien doch wohl eher mediales Wildwest denn wirkliche Aufklärung.


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