John Deere im Einsatz der Seenotretter

Unser Foto vom englischen Raupenschlepper hat auch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gesehen und schickt uns dieses Foto. Christian Stipeldey schreibt: "Auf unserer Station Zinnowitz setzen wir einen Traktor mit Blaulicht und Seefunkgerät ein als watfähige Zugmaschine eines Allwetter-Rettungsbootes ein – ein absolutes Unikum, nicht zuletzt weil der genutzte John-Deere-Traktor als „Rothirsch“ daherkommt, nämlich in Seenotretter-Farbe umlackiert wurde.

Seenotretter

Die Seenotretter sind rund um die Uhr und bei jedem Wetter einsatzbereit. Oft sind sie gerade dann auf Nord- und Ostsee unterwegs, wenn andere Schiffe Schutz im Hafen suchen – insgesamt mehr als 2.000 Mal Jahr für Jahr.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist zuständig für den Such- und Rettungsdienst (SAR = Search and Rescue) im Seenotfall. Sie nimmt diese Aufgabe unabhängig, eigenverantwortlich und auf privater Basis wahr – finanziert nach wie vor ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen, ohne jegliche staatlich-öffentliche Mittel.

Die DGzRS, deren Schirmherr der Bundespräsident ist, beansprucht keine Steuergelder. Die allermeisten der rund 1.000 deutschen Seenotretter sind Freiwillige. Innerhalb weniger Minuten besetzen sie das Rettungsboot im Hafen und fahren raus aufs Meer. Um andere Menschen zu retten, begeben sie sich oft auch selbst in Gefahr.

Nur etwa 180 von ihnen auf den größeren, rund um die Uhr besetzten Einheiten sind bei der DGzRS fest angestellt. Insgesamt unterhält die DGzRS zwischen der Insel Borkum im Westen und der Pommerschen Bucht im Osten rund 60 Rettungseinheiten auf 54 Stationen. Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) koordiniert zentral alle SAR-Maßnahmen. Die Seenotküstenfunkstelle BREMEN RESCUE RADIO der DGzRS überwacht rund um die Uhr die internationalen Funknotruffrequenzen.

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