Martin Gilch setzt auf Precision Farming

Immer mehr Landwirte vertrauen auf technische Innovationen, die ihnen helfen, ihre Felder optimal zu bewirtschaften und den bestmöglichen Ertrag zu erzielen. Die enormen Fortschritte bei der Digitalisierung führen insgesamt zu einem wesentlich effizienteren Einsatz der Ressourcen, zu höheren Erträgen und zu Arbeitserleichterung durch die Einsparung von Zeit. Neben Dünger und Pflanzenschutzmitteln bringen die ersten Landwirte auch zunehmend Saatgut teilflächenspezifisch aus.

Seit 30 Jahren ist Martin Gilch „Landwirt mit Leib und Seele“, wie er selbst sagt. Der 47-jährige bewirtschaftet in seiner niederbayerischen Heimat einen Ackerbaubetrieb mit 90 Hektar. Für Gilch hat sich im Vergleich zu seiner Anfangszeit als Landwirt vieles gewandelt, angefangen vom Ansehen der Landwirtschaft in der Gesellschaft bis hin zu den Ansprüchen, die heute in seinem Beruf erfüllt werden müssen. Die Rahmenbedingungen sind nicht leichter geworden.

Am Beispiel der aktuellen Düngeverordnung, die den Landwirt unter anderem zu einer genormten Nährstoffbedarfsberechnung für Stickstoff und Phosphor verpflichtet, zeigt sich der Vorteil der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung. Am Computer wird die notwendige Düngermenge für jede Teilfläche eines Feldes präzise berechnet. Das Ergebnis ist eine Applikationskarte, die vom Ausbringgerät automatisch abgearbeitet wird. Der Landwirt erzielt den bestmöglichen Ertrag, optimiert seine Kosten und schont die Umwelt.