Multiresistente Keime im Badesee – droht ein Colistin-Verbot?

Dr. Michael Drees, Rinderpraktiker aus Worpswede, befasst sich berufspolitisch seit Jahren mit Tierarzneimitteln, in der Bundestierärztekammer und der Landestierärztekammer Niedersachsen. Mit ihm sprach Thomas Wengenroth von www.stallbesuch.de über Funde multiresistenter Keime in Gewässern und die Bedeutung des Antibiotikums Colistin für die Veterinärmedizin. Hier der Audio-Podcast:

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2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Gerhard Steffek · 1.
    Ursachenforschung!

    Ich möchte hier nur zum wiederholten Maße darauf hinweisen, daß diese Keime auch aus der menschlichen Bevölkerung kommen können. Dazu bedarf es nur eines Anwesens mit einer Kleinkläranlage die ihr Überwasser in den Zulauf des Badesees einleitet. Vielleicht es sogar die Kläranlage der nächstgelegenen Ortschaft die im Oberlauf des Sees in den Zufluß entwässert. Bis heute hat man der Problematik der Keimbelastung des Abwassers zuwenig Aufmerksamkeit geschenkt, da man dachte das Problem löst sich während der ganzen Behandlung in der Kläranlage von selbst. Tut es aber anscheinend nicht. Somit wird die Landwirtschaft von den Einen bewußt als Sündenbock mißbraucht um sich selber wieder mal mit dem Thema zu profilieren und von den Anderen um vom eigenen Versagen abzulenken.

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  2. von Jörg Meyer · 2.
    Was von einer Schlagzeile übrig bleibt

    Es ist bemerkenswert, was von einer Schlagzeile übrig bleibt, wenn man Praktiker dazu befragt. Anscheinend besteht Recherche in TV-Redaktionen vor allem darin, Experten ausfindig zu machen, die einem die nötigen Schock-Wörter ("gefährliche Keime") für die Headline liefern. Der NDR könnte ja mal als nächstes in den Ausläufen von Freiland-Legehennen Bodenproben ziehen - gerne auch von Bio-Betrieben.

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