Ökofeldtage

Bedenkliche Nährstoffeinträge bei Freilandhennen senken

Freilandhennen koten bevorzugt in Auslaufnähe. Je mehr Platz die Tiere haben, umso mehr verteilt sich der Kot. Die N-Konzentrationen sind dennoch sehr hoch. Strohmehlgranulat soll den Stickstoff binden.

Die Freilandhaltung von Legehennen sorgt für hohe Nährstoffeinträge – insbesondere rund um den Stall. Ein Forschungsprojekt zu diesem Thema stellte die Universität Kassel auf den Ökofeldtagen am 3. und 4. Juli 2019 auf der Staatsdomäne Frankenhausen vor.

Modellrechnungen zeigen: Haben die Hennen 4 qm pro Tier zur Verfügung und landen 10 % des Kotes im Freiland, entspricht das schon einem Stickstoffeintrag von umgerechnet 226 kg/ha und Jahr. Haben die Hennen jeweils 20 qm zur Verfügung, und liegt der Kotanfall zu 33 % im Aussenbereich, entspricht das einem Stickstoffeintrag von 149 kg/ha jährlich.

In der Praxis ist zudem festzustellen, dass sich die Tiere vorzugsmäßig direkt am Stall aufhalten und die Grasnarbe dort zerstören. Um die Nährstoffe besser zu verteilen, plädieren die Forscher für eine Erhöhung des Flächenangebotes und ein besseres Auslaufmanagement. So lassen sich die Nährstoffe durch Verarmungsanbau, etwa durch Mais, entziehen. Eine andere Idee ist, Substrate im Stallbereich auszulegen, welche die Nährstoffe binden und diese dann auf den Acker zu transportieren. Vielversprechend zeigte sich im Versuch vor allem das Auslegen von Strohmehlgranulat.

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