Tierschutzstiftung

Große Lebensmittelfirmen nehmen an Europäischer Masthuhn-Initiative teil

bofrost, Iglo, KFC, Aramark und Continental Foods (Erasco) wollen die Vorgaben der Europäischen Masthuhn-Initiative einhalten. Bis spätestens 2026 müssen sich die Erzeuger anpassen.

Die Tierschutzorganisation "Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt" konnte diese Woche mehrere Lebensmittelfirmen überreden, auf die Kriterien der Europäischen Masthuhn-Initiative umzusteigen. Mit dabei sind nun u.a. KFC, Iglo, Aramark, Continental Foods (Erasco) und bofrost.

Die Europäische Masthuhn-Initiative wurde von der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt zusammen mit weiteren rund 30 Tierschutz und Tierrechtsorganisationen in ganz Europa ins Leben gerufen, um unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen neue Standards für die Hühnermast zu definieren.

Zu den wichtigsten Kriterien zählt das Verbot extrem schnell wachsender Zuchtlinien, da diese Tiere fast immer unter Gesundheitsproblemen leiden würden, heißt es. Außerdem würden die Tiere mehr Platz und Beschäftigungsmöglichkeiten als gesetzlich vorgeschrieben sowie natürliches Licht in den Ställen erhalten. Ebenfalls verboten ist es zum Beispiel, Tiere für die Betäubung vor der Schlachtung kopfüber aufzuhängen, da sie dies enorm stressen würde. Die Betäubungsmethode muss zudem zuverlässiger als üblich sein.

bofrost will neue Standards vorschreiben

Nach intensiver Prüfung hat der Direktvertrieler von Eis- und Tiefkühlkost bofrost entschieden, die Europäische Masthuhn Initiative für mehr Tierwohl und bessere Haltungsstandards in der Hühnermast zu unterstützen.

Nach Unternehmensangaben decken sich die geforderten Standards mit den eigenen Bestrebungen. Deshalb verpflichte bofrost seine Erzeuger und Produktionspartner künftig dazu, die in der Forderung festgelegten Standards für die Masthuhnhaltung bis spätestens 2026 umzusetzen.

Auch Continental Foods (Erasco, Heiße Tasse) kündigt an, bis 2026 an allen Standorten für alle Hühnerfleischprodukte unter anderem auf weniger überzüchtete Rassen oder Hybridlinien umzustellen.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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von Bernhard Ahler

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