Kritik

BVL fordert weniger Antibiotika in der Putenhaltung

Laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit finden sich in 42,7 % des konventionellen Putenfleisches antibiotikaresistente Keime

Der scheidende Präsident des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Dr. Helmut Tschiersky, hat eine weitere Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Putenhaltung angemahnt. Stattdessen müsse in der Haltung ein größerer Wert auf die Gesundheit der Tiere gelegt werden.

Tschiersky wies darauf hin, dass von der Behörde in Putenfleisch aus konventioneller Haltung im vergangenen Jahr viermal häufiger antibiotikaresistente Keime nachgewiesen worden seien als in Putenfleisch aus ökologischer Haltung. Untersucht wurden dabei insgesamt 761 Proben auf das methicillin-resistente Bakterium Staphylococcus aureus (MRSA). Während nach BVL-Angaben in 42,7 % der konventionellen Proben MRSA nachgewiesen wurden, waren es bei den Fleischproben aus der ökologischen Haltung nur 11 %.

Prof. Michael Kühne von der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz stellte ergänzend zu diesen Ergebnissen fest, dass es noch keine Ahndung von MRSA-Befunden gebe. Die Grundlage dafür müsse die Wissenschaft schaffen.

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Diskussionen zum Artikel

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von Eike Bruns

Fordern ja bezahlen nein.Toll

Wir haben mal versucht Puten zu vermarkten: Garantiert Gentechnik frei ab 1. Lebenstag. Garantiert Tierwohl, Garantiert QS und GARANTIERT ohne Antibiotika. Anfragen an Schlachtereien , Vermarkter und LEH etc.. Antworten NULL. Ach ja wir haben 20 Cent mehr verlangt .. vielleicht war das ja das Problem.

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