Osnabrück

Falscher Alarm von Tierrechtlern hat Konsequenzen für Bio-Legehennen-Betrieb

Tierrechtler hatten eine Behauptung in die Welt gesetzt, dass ein Biobetrieb seine Legehennen schlecht halte. Die Behörden können das Gegenteil belegen, dennoch stoppen Supermärkte den Eierbezug.

Ein Tierrechtsverein aus Berlin hat Anzeige gegen einen Bio-Legehennenbetrieb aus dem Kreis Osnabrück gestellt. Angeblich soll er seine 13.000 Legehennen unter schlechten Bedingungen gehalten haben. Fotos und Videos, die die Aktivisten illegal aufgenommen hatten, sollen das belegen.

Während die zuständige Staatsanwaltschaft noch prüft, ob sie der Anzeige überhaupt nachgehen soll, haben die Behörden den Hof inzwischen unangekündigt kontrolliert, berichtet der NDR. Ergebnis: Es liegen keine Verstöße gegen die EU-Ökoverordnung vor.

Dennoch hat das unbegründete Anschwärzen durch die Tierrechtler für den Betrieb eine unschöne Begleiterscheinung. Edeka in Oelde und Marktkauf in Horn-Bad Meinberg sollen den Verkauf von rund 500 Bio-Eiern gestoppt haben, hat der WDR erfahren.

Daraufhin hat der Landkreis Osnabrück der Darstellung der Tierschützer nochmals klar widersprochen. Der Eindruck des Amtsveterinärs sei ein gänzlich anderer gewesen, gröbere Verstöße oder Auffälligkeiten habe es nicht gegeben.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

Wenn es dem Esel zu Wohl wird -

geht er aufs Eis. Das ist mittlerweile eine dermaßen verkorkste Wohlstandsdebatte, daß die Schwarte kracht. Denen geht es allen zu gut. Alle diese Besserwisser sollten mal einen Blick in die Vergangenheit werfen. Es gibt genügend Rezepte von einer Maikäfersuppe (z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Maikäfersuppe) und auch kandierten Maikäfern, die besonders von Studenten gerne als Snack verzehrt wurden. Dies, weil sie nicht mehr Kleingeld hatten für "besseres" Essen während ihrer Studienzeit. Da waren Kutteln auch eine Delikatesse. Heute sind sie bestenfalls noch Hundefutter. Heißt ja nicht umsonst "Hunger treibt Bratwürste rein", "in der Not frißt der Teufel die Wurst auch ohne Brot"... Würde nicht schaden, müßten sich diese Querulanten mal wieder mit einer Brotsuppe begnügen, anstatt sich im Speck durchzufressen wie die Maden. Ich hoffe der Betrieb kann gegen diese Lügenbolde wegen Falschaussage und übler Nachrede, Geschäftsschädigung entsprechend vorgehen. Man kann auf die Dauer so etwas nicht durchgehen lassen. Eigentlich wäre hier ja dann auch mal der Staat gefragt. Aber bei den derzeitigen "Kompetenzen" sehe ich da schwarz.

von Leon Blitgen

Diese Tierrechtler werden ja jetzt hoffentlich zur Begleichung dess Ausfalls herangezogen?

von Egge Mansholt

Eigentor

Dann wird man wohl wieder Käfigeier aus Drittländer essen müssen. (ironisch)

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