Tierwohl

Initiative Tierwohl hebt Erfolg bei Geflügelfleisch hervor

Rund 1.600 Hähnchenhalter mit jährlich 480 Millionen Tieren und rund 700 Putenhalter mit 23 Millionen Tieren engagieren sich in der Initiative Tierwohl. Sie ermöglichen gemeinsam mit der Fleischwirtschaft und dem Lebensmittelhandel ein erhöhtes Tierwohl-Niveau, lobt Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl.

Seit einem Jahr gibt es in etwa 20.000 Supermärkten das Produktsiegel der 2015 gegründeten Initiative Tierwohl (ITW). Nahezu das komplette Angebot von frischem Geflügelfleisch und Geflügelfleisch im Grillsortiment stammt inzwischen nachweislich von Landwirten, die mehr für ihre Tiere tun als der Gesetzgeber vorschreibt, teilt die Gesellschaft mit.

Dies sei eine enorme Leistung von Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel, heißt es in einer Presseinformation. Die Handelsunternehmen, die ihren Kunden zwischen April 2018 und März 2019 eine Vielzahl verschiedener Produkte aus Puten- beziehungsweise Hähnchenfleisch mit dem höheren Standard anboten, würden gemeinsam eine Marktabdeckung im Lebensmitteleinzelhandel von mehr als 80 Prozent vorweisen. Rund 1.600 Hähnchenhalter mit jährlich 480 Millionen Tieren und rund 700 Putenhalter mit 23 Millionen Tieren engagierten sich in der Initiative Tierwohl. Sie ermöglichten gemeinsam mit der Fleischwirtschaft und dem Lebensmittelhandel ein erhöhtes Tierwohl-Niveau, so die ITW weiter.

„Ein wesentliches Ziel der Initiative Tierwohl ist, mehr Tierwohl auf breiter Ebene zu ermöglichen“, sagt Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl. „Es freut uns sehr, dass wir ein Jahr nach der Einführung unseres Produktsiegels sagen können: Auch hier ist es Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel gelungen eine Lösung umzusetzen, die in der Breite wirksam ist. Bei Geflügelprodukten haben die teilnehmenden Lebensmittelhändler ihr Angebot merklich auf mehr Tierwohl ausgerichtet und für den Verbraucher sichtbar dargestellt. Tierwohl ist hier der neue Standard.“

Geflügelprodukte, die das Siegel der Initiative Tierwohl tragen, stammen ausschließlich aus landwirtschaftlichen Betrieben, die an der Initiative Tierwohl teilnehmen. Diese Teilnahme verpflichtet die Landwirte zur vollständigen Umsetzung eines Maßnahmenkatalogs. Zu diesen Maßnahmen zählen beispielsweise mindestens 10 Prozent mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben, zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten, trockene Einstreu zur Fußballengesundheit und Gefiederpflege, Tränkewasser- und Stallklimachecks und Fortbildungsmaßnahmen des Tierhalters. Die Einhaltung des Maßnahmenkatalogs wird zweimal jährlich überprüft.

Seit Oktober 2018 setzen die teilnehmenden Lebensmitteleinzelhändler im Rahmen der Initiative Tierwohl ein Testprojekt um, bei dem es um die Erweiterung des Siegels auf Produkte aus Schweinefleisch geht. Im Rahmen des Projekts kennzeichnen die Händler deutschlandweit in insgesamt über 3.000 Märkten entsprechende Produkte aus teilnehmenden Betrieben der Initiative Tierwohl.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Markus Grehl

Wertschöpfung

Dass mehr für das Fleisch vom Verbraucher deshalb bezahlt wird habe ich in dem Artikel nicht gelesen. Aber das wünscht sich der Handel wahrscheinlich nicht.

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