Protest gegen Stall

Umstrittener Hähnchenstall für 72.000 Tiere in Golzow genehmigt

Der Agrarbetrieb Odega darf die ehemaligen Milchviehställe am Ortsrand von Golzow zu einer Mastanlage für mehr als 72.000 Hähnchen umbauen. Das hat das Landratsamt entschieden.

Das Landesamt für Umwelt in Potsdam hat dem Landwirtschaftsbetrieb Odega die Genehmigung für den Umbau früherer Rinderställe in Golzow (Märkisch-Oderland) für die Hähnchenmast genehmigt. Odega will hier künftig 72.000 Hähnchen halten. Zuvor hatte die Gemeindevertretung beschlossen, keine Rechtsmittel gegen die Anlage einzulegen, berichtet Antenne Brandenburg.

Das Geflügel werde dort nach dem Fairmast-Konzept gehalten, heißt es. Dieses sieht strenge Regeln für das Platzangebot, das Futter und die Schlachtung vor. Laub dem Sender RBB hat auch Bürgermeister Frank Schütz grundsätzlich nichts gegen die Pläne, auch wenn die Golzower sicher mal den Mist riechen würden. "Wir haben mit dem Landwirtschaftsbetrieb eine Vereinbarung hinsichtlich des Misttransportes", so Schütz. Demnach soll der Transport nicht durch den Ort stattfinden. "Wir reden auch über eine im Landwirtschaftsrecht überprüfte Anlage", fügt Golzows Bürgermeister hinzu.

Bürgerinitiative gibt nicht auf

Eine Bürgerinitiative hat bereits angekündigt, gegen den Genehmigungsbescheid Widerspruch einzulegen. Sie befürchtet unter anderem gesundheitliche Gefahren durch resistente Keime, Luftverschmutzung durch Feinstaub und Abluft sowie eine übermäßige Belastung des Bodens und des Grundwassers. Zudem liege der Stall unmittelbar an Wohnhäusern und einem Naturschutzgebiet.

Die Gegner meinen auch zu wissen, dass Hühner in der Mastanlage sicher leiden würden. Abgesehen davon würden nur höchstens drei bis vier Arbeitsplätze neu entstehen. Ein Kritiker sagte gegenüber dem RBB, der Ort habe gar nichts von der Anlage. Notwendig sei vielmehr eine Umstellung der Landwirtschaft allgemein.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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