Geflügelwirtschaftsverband

Vogelgrippe: „Aufstallpflicht hat Folgen im Supermarktregal“

Eierlieferanten werden noch diesen Monat in Schleswig-Holstein ihre Kunden mit Hinweisen vertrösten müssen, dass es wegen der Aufstallungspflicht keine Freilandeier mehr gibt.

„Aufgrund der angeordneten Stallpflicht Eier aus Bodenhaltung“ - so oder so ähnlich wird es zukünftig auf den Eier-Kartons zu lesen sein. Infolge der fortgesetzten Stallpflicht dürften Freilandeier knapp werden.

Um auf die besondere Situation hinzuweisen, werden die schleswig-holsteinischen Legehennenhalter ihre Eier-Verpackungen zukünftig mit einem separaten Aufkleber versehen, heißt es in einer Pressemeldung des Geflügelwirtschaftsverbandes SH & HH.

„Wir hoffen, dass unsere Kunden die besondere Situation anerkennen und den vielen regionalen Eier-Erzeugern trotzdem weiter treu bleiben,“ erläutert der Verbandsvorsitzende Hans-Peter Goldnick.

Nach den EU-Vorgaben zur Eiervermarktung muss die Vermarktung der Eier aus Freilandhaltung nach einer Frist von 16 Wochen ohne Auslauf angepasst werden. Nach Ablauf der Frist müssen die Eier als „Eier aus Bodenhaltung“ deklariert werden.

Mit Blick auf die unterschiedlichen Anordnungszeitpunkte der Stallpflicht in den einzelnen Kreisgebieten in Schleswig-Holstein dürften im Laufe des Monats März immer mehr Eier-Kartons mit entsprechenden Aufklebern in den Regalen der Einkaufsmärkte zu finden sein.

Mit Blick in die Zukunft ergänzt Goldnick: „Wir hoffen natürlich, dass wir unsere Tiere schnellstmöglich wieder ins Freie lassen können und dann auch der Aufkleber verschwinden kann.“ Allerdings sei die Stallpflicht der effektivste Schutz vor einem Eintrag des Geflügelpest-Erregers. Dieser sei weiterhin in der Wildvogelpopulation zu finden.

Das zeige auch die aktuellste Meldung des Landwirtschaftsministeriums und werde von den Experten des Bundesinstituts für Tiergesundheit, dem Friedrich-Loeffler-Institut, bestätigt. Auch die anhaltenden Meldungen über Fälle der Geflügelpest in Geflügelhaltungen in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen seien eine deutliche Warnung.

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