Container aufgestellt

Vogelgrippe: Bauern müssen tote Wildgänse von Feldern entsorgen

"Erst fressen sie uns die Felder leer, dann müssen wir sie noch entsorgen", ärgerte sich diese Woche ein Landwirt im NDR über täglich neue Funde toter Wildgänse.

Immer mehr Wildvögel erkranken an der Geflügelpest und verenden. Besonders deutlich ist das gerade im ostfriesischen Rheiderland. Landwirte berichteten NDR Niedersachsen, dass sie täglich tote Vögel auf ihren Feldern finden. Seit kurz vor Ostern seien Hunderte Wildvögel vom Himmel gefallen oder einfach umgefallen.

"Erst fressen sie uns die Felder leer, dann müssen wir sie noch entsorgen", sagt Bauer Rolf Dreesmann aus Nendorp. Für die Landwirte ist die Situation eine zusätzliche Belastung. Wenn die Kadaver liegen blieben und ins Grünfütter gelangten, könnten die Kühe daran verenden. Die Gemeinden haben deshalb Container aufgestellt, in denen die Tiere entsorgt werden können.

Besonders Greifvögel, Möwen und Brachvögel seien gefährdet. Es drohe ein ähnliches Vogelsterben wie im Wattenmeer von Schleswig-Holstein. Dort gab es seit November 16.000 tote Wildvögel. In den Ställen mussten parallel allein in Niedersachsen schon rund eine Million Nutztiere getötet werden.

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Diskussionen zum Artikel

von Jürgen U. Elke Dippel GbR

.

Holt die NABU Leute ran die können einsammeln und gleich zählen für die Statistik

von Gerhard Steffek

Corona bei Wildvögel!

Auch wenn es hier nicht Corona sondern Vogelpest heißt, es ist im Grunde das Gleiche. Wenn die Population zu dicht wird, dann treten entsprechende Krankheiten auf. Somit wäre es auch bei den Wildvögeln sinnvoll diese entsprechend zu verwalten. __ __ Erstens wäre das dann wirklich ... mehr anzeigen

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