Corona-Krise

Diese Hilfen gibt es bei Liquiditätsproblemen

Für durch Corona in Not geratene Höfe gibt es Hilfen von Bund und Ländern. Hier finden Sie eine Aufstellung der Soforthilfen, geförderten Darlehen, Expressbürgschaften und der Quarantäneentschädigung.

Der Bund und die Länder haben eine Reihe von Hilfsprogrammen für Unternehmen, die unter der Coronakrise leiden, aufgesetzt. Auch Landwirte können diese in Anspruch nehmen.Wir haben die Hilfen aufgelistet und die entsprechenden Links zu den Anträgen ergänzt. Setzen Sie sich vorab mit Ihrem Steuerberater in Verbindung. Dieser hilft ihnen, den Liquiditätsengpass für die Hilfen nachzuweisen.

Bundeshilfen

Um die Bundeshilfen zu beantragen, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Antragsberechtigt: Unternehmen einschließlich Landwirte mit bis zu zehn Beschäftigten. In einzelnen Bundesländern sind auch Betriebe mit mehr Arbeitnehmern begünstigt (z.B. NRW bis 50 Beschäftigte).

  • Umfang der Hilfe: Unternehmen bzw. Selbständige mit bis zu fünf Beschäftigten können einen einmaligen Zuschuss von bis zu 9.000 Euro für drei Monate beantragen, Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten einen einmaligen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro, ebenfalls für drei Monate. Bei größeren Betrieben richtet sich der Zuschuss nach den Regelungen des Bundeslandes. Stichtag für die Berechnung der Mitarbeiterzahl ist der 31.12.2019. Es gilt die Wochenarbeitszeit. Mitarbeiter über 30 Stunden/ Woche und Auszubildende = Faktor 1; Mitarbeiter auf 450 € Basis = Faktor 0,3. Der Unternehmer/Landwirt selbst ist mitzuzählen. Als Beschäftigter zählt, wer mit dem Unternehmen zum o.g. Stichtag einen laufenden Arbeitsvertrag hat/hatte. Da die Zahl der Mitarbeiter im landwirtschaftlichen Betrieb saisonal stark schwankt, kann auch auf den Jahresdurchschnitt abgestellt werden. Ehepartner sind i.d.R. keine Beschäftigten.

  • Nachweis des Liquiditätsengpasses durch die Corona-Krise: Als Antragsteller müssen Sie versichern, dass Sie durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Hier gibt es vier verschiedene Möglichkeiten:
  1. mehr als die Hälfte der Aufträge aus der Zeit vor dem 1. März durch die Corona-Krise weggefallen sind,
  2. Umsatzrückgang von mindestens 50% gegenüber Vorjahresmonat (Gründungen: Vormonat),
  3. Schließung aufgrund behördlicher Anordnung wegen Corona-Krise oder
  4. Vorhandene Mittel reichen nicht aus, um kurzfristige Verbindlichkeiten zu decken.

Hierbei sind zudem u.a. folgende Punkte zur beachten:

  • Privatvermögen ist für die Prüfung des Liquiditätsengpasses nicht zu berücksichtigen. Es muss jedoch zunächst das Betriebsvermögen eingesetzt werden.

  • Die finanziellen Schwierigkeiten dürfen sich über drei Monate erstrecken und müssen in der Summe den Zuschuss übersteigen. D.h. der Landwirt muss innerhalb von drei Monaten Einbußen von über 15.000 € erlitten haben, um auch den Zuschuss in Höhe von 15.000 € erhalten zu können. Andernfalls besteht nur ein anteiliger Anspruch.

  • Die Betrachtung erfolgt nicht zukunftsbezogen. Es ist auf die Situation...