Pufferstreifen

Mit Pufferstreifen gegen „Run-off“

Bewachsene Schutzstreifen verhindern, dass Nährstoffe, Pflanzenschutzmittel oder Boden von der Fläche abschwemmen. Zudem sind sie förderfähig.

Je nach Lage erfüllen Pufferstreifen unterschiedliche Zwecke. Vor allem sollen sie Run-off verhindern. Als Gewässerrand- oder Erosionsschutzstreifen sind die bewachsenen Grünflächen förderfähig: Als Agrarumweltmaßnahme auch in Kombination mit dem Greening (Doppelförderung wird abgezogen).

Doch anstatt der Pufferstreifen könnten auch Blühstreifen auf dem Acker stehen. Wie sich die Fördersätze für beide Maßnahmen in den Bundesländern unterscheiden, entnehmen Sie der Tabelle.

So unterscheiden sich die Förderbeiträge für Schutzstreifen und Blühflächen

Agrarumweltmaßnahme Gewässerrand-/Erosionsschutzstreifen

Förderbetrag

alternativ Blühstreifen

BB

-

-

-

BW

-

-

+ 700 €/ha*

BY

dauerhafte Einsaat/Beibehaltung eines 10 – 30 m breiten Grünstreifens auf Ackerfläche am Feldrand entlang angrenzender Seen und Fließgewässer, in erosionsgefährdeten Geländemulden, bei potenziell erosionsgefährdeten Hangflächen am Fuß- und im Hangbereich quer zur Hangneigung. Keine Düngung und flächendeckender Pflanzenschutzmitteleinsatz; Grünstreifen muss mind. einmal im Jahr gemäht, beweidet oder gemulcht werden; nach Förderende kein Dauergrünlandstatus

920 €/ha*

+ 600 € bis EMZ 5 000,

je weitere 100 EMZ 100 €/ha*

HE

Gewässer-/Erosionsschutzstreifen mit förderfähiger Saatgutmischung. Breite 5 –30 m, keine Pflanzenschutzmittel und Stickstoff-haltigen Dünger; Anlage der Streifen quer zur Hangneigung bzw. Hauptwindrichtung. Aufwuchs kann genutzt werden; Kulisse

760 €/ha*

+ 600 €/ha*

MVP

Ansaat geeigneter, i. d. R. gräserbetonter, Saatgutmischung entlang von Gewässern; Anlage Erosionsschutzstreifen auf gefährdeten Flächen quer zur Hangneigung bzw. zur Hauptwindrichtung und in Tiefenlinien

610 €/ha*

+ 680 €/ha*

NDS

Gewässerschutzstreifen: 6 – 30 m Breite; Saatgut muss überwiegend aus Grassamen bestehen; Erosionsschutzstreifen (Förderkulisse): von 6 – 30 m Breite quer zum Verlauf der Hangneigung; Saatgut muss überwiegend aus Grassamen bestehen

540 €/ha* 760 €/ha*

+ 700 €/ha

+ 875 €/ha*

NRW

Uferrand- oder Erosionsschutzstreifen auf Acker, Begrünung eines Streifens von 5 – 30 m Breite auf Acker durch Einsaat mit mehrjähigen Grasarten oder gräserbetonten Mischungen und dessen Beibehaltung

1100 €/ha*

+ 1200 €/ha*

RLP

Streifen von 5 – 30 m Breite auf AF (entlang des Gewässers) mit standortgerechter, an extensive Bewirtschaftung angepasster Grünlandmischung (≥ 3 ausdauernde Grasarten, Gräseranteil in der Begrünungsmischung ≥ 80 %, max. 20 % Leguminosen).

Keine Düngung, keine PSM; mind. eine Nutzung pro Jahr

760 €/ha*

+ 750 bis 1000 €/ha bei jährlicher Einsaat, 490 bis 740 €/ha bei mehrjähriger Einsaat i. A. EMZ*

SH

-

-

+ 750 €/ha*

SL

-

-

-

SN

Grünstreifen auf Ackerland: 5-jährige Dauerbegrünung; Bewirtschaftung mit Ackerfuttersaaten; Bestandslücken sind mit Nachsaat zu schließen, Mindestbreite 6 m, kein Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmittel

313 €/ha*

-

ST

-

-

+ 850 €/ha bzw. 290 €/ha*

TH

Gewässer- oder Erosionsschutzstreifen (gefährdete Flächen quer zur Hangneigung und in Tiefenlinien), Breite 5 – 30 m; Ansaat einer geeigneten, in der Regel gräserbetonten Saatgutmischung lt. Empfehlung

660 €/ha*

+ 680/720 €/h*

* Kombination mit Greening möglich, Abzug Doppelförderung, wenn Bereitstellung als ökologische Vorrangfläche (380 €/ha);

EMZ = gemeindebezogene Ertragsmesszahl

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Artikel geschrieben von

Friederike Mund

Redakteurin Ackerbau/Grünland

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