Stuttgart

Baden-Württemberg legt „Notfallplan Wald“ vor

Baden-Württembergs Agrarminister Hauk hat den „Notfallplan Wald“ vorgelegt. Im Doppelhaushalt 2020/2021 stehen nun jährlich fast 53 Mio Euro für die Wiederbewaldung und Forschung zur Verfügung.

In Baden-Württemberg hat Landwirtschaftsminister Peter Hauk den angekündigten „Notfallplan Wald“ vorgelegt, mit dem in dem Bundesland die rasche Wiederbewaldung geschädigter Flächen mit klimaresilienten Arten gefördert werden soll.

Finanziell habe der Notfallplan im Doppelhaushalt 2020/2021 ein Volumen von jährlich fast 53 Mio Euro, wovon 40 Mio Euro vom Land und 12,5 Mio Euro vom Bund aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) kämen, berichtete Hauk in Stuttgart.

Die Gelder von zusammen rund 106 Mio Euro in zwei Jahren flössen in 37 Maßnahmen. Neben der Wiederbewaldung würden zum Beispiel auch die forstwissenschaftliche Forschung, die Beratung und die Personalausstattung der Forstverwaltung gefördert. „Unser Notfallplan mit seinen kurzfristen Maßnahmen soll in einem weiteren Schritt von einem Masterplan abgelöst werden, mit dessen Erarbeitung aktuell begonnen wird“, erklärte Hauk.

Der Masterplan werde mittel- und langfristige Maßnahmen zur Stärkung des Ökosystems Wald enthalten. In Sachsen-Anhalt sorgte die kürzlich für das Jahr 2020 erfolgte Anpassung der Förderbedingungen in der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) für Ärger.

Landwirtschaftsministerin Prof. Claudia Dalbert betonte, dass der vereinbarte Verteilschlüssel die Erwartungen nicht erfülle. Die rheinland-pfälzische Landesregierung zog vorige Woche eine positive Zwischenbilanz zu seinem Soforthilfeprogramm „Borkenkäferschäden“.

Mittelumschichtung wichtig

Wie Dalbert unterstrich, ist sie über die vom Bund über die GAK zusätzlich bereitgestellten Gelder angesichts der umfangreichen Schäden in den Wäldern von Sachsen-Anhalt froh. Die Zuteilung der Mittel erfülle aber nicht die Erwartungen. Bei Anwendung des GAK-Schlüssels hätten Sachsen-Anhalt fast 5,8 % der insgesamt aus der GAK bereitgestellten Gelder zugestanden. Nun erhalte das Bundesland aber nur 4,4 %.

„Wir sind eines der am stärksten“ von Waldschäden „betroffenen Bundesländer, erhalten aber einen Anteil, der am Privat- und Körperschaftswald gemessen wird“, so Dalbert. Sachgerecht wäre eine Verteilung nach der Höhe der Schäden gewesen. Glücklicherweise sei eine länderübergreifende Mittelumschichtung zur Mitte des nächsten Jahres eingeräumt worden, um Mehr- und Minderbedarfe auszugleichen.


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