Agrarrat

EU soll 2021 neue Waldstrategie erarbeiten

Die EU-Kommission soll 2021 eine neue Waldstrategie für die Mitgliedstaaten entwickeln. Sie soll Forstbesitzer unterstützen und zu mehr Klimaschutz und Artenvielfalt beitragen.

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich darauf geeinigt, sich neue gemeinsame Standards für die Waldpolitik zu geben. Im Vorfeld des heute stattfindenden Agrarrats haben sich die Mitgliedstaaten ausnahmsweise im schriftlichen Verfahren auf Ratsschlussfolgerungen zur EU-Waldstrategie geeinigt.

Damit sei ein weiteres Ziel der deutschen Ratspräsidentschaft erreicht, heißt es dazu im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL). Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner betonte am Montagmorgen, dass sie froh sei zusätzlich zu der Übereinkunft der Staaten zur Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) vom Oktober nun auch eine für eine neue EU-Waldstrategie erreicht zu haben. „Es sind unsere Forstwirte und Waldbesitzer, die den Erhalt und den klimaangepassten Umbau des Waldes gestalten müssen. Wir brauchen eine kluge Balance zwischen Klimaschutz, Biodiversität und Wirtschaftlichkeit“, sagte Klöckner.

Vorlegen will die EU-Kommission die neue Strategie im ersten Halbjahr 2021, da die bisherige Waldstrategie zum Ende des Jahres ausläuft. Die EU-Waldstrategie soll dabei die Waldpolitik der Mitgliedstaaten nicht ersetzen, sondern flankierend den Rahmen für notwendige Maßnahmen auf EU-Ebene setzen.

Mit den Ratsschlussfolgerungen wird die EU-Kommission aufgefordert, eine Waldstrategie zu entwickeln, die laut dem BMEL folgende drei Hauptziele unterstützt:

  1. Unterstützung einer nachhaltigen und multifunktionalen Waldbewirtschaftung;
  2. Unterstützung des Forst- und des forstbasierten Sektors mit seinen Millionen von Waldbesitzern als Teil einer Lösung für die internationalen Entwicklungsziele und die damit verbundenen politischen Ziele der EU;
  3. Verbesserung der Koordinierung und Kohärenz der forstbezogenen Politiken der EU und der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten sowie zwischen den Mitgliedstaaten, der Kommission und relevanten Interessenvertretern.

Der EU-Agrarrat findet heute als Videokonferenz statt. Neben der Waldstrategie geht es bei dem Treffen um die Farm-to-Fork Strategie der EU-Kommission und die Reduktion von Lebensmittelverlusten. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der Brexit-Unsicherheiten soll außerdem EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski den Agrarministern über die Lage auf den Agrarmärkten berichten.

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Diskussionen zum Artikel

von Hermann Kamm

Nur noch Armselig und lachhaft.

wenn der Staat bzw die EU in jeden Bereich mitreden will. überall wo diese die Nase drin stecken haben wird es für die Natur nur noch schlechter aussehen.

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