Neue Behörde

Forst Baden-Württemberg hat die Arbeit aufgenommen

In Tübingen-Bebenhausen ist die neue zentrale von ForstBW.

Zum Jahresbeginn hat der neu gegründete Landesforstbetrieb ForstBW in Form einer Anstalt des öffentlichen Rechts seinen Betrieb aufgenommen.

Der Landtag von Baden-Württemberg hatte diese Neuregelung des Forstwesens im Land im Mai 2019 beschlossen und reagierte damit auf das Kartellrechtsverfahren zur gemeinsamen Rundholzvermarkung, auf Änderungen des Bundeswaldgesetzes und auf die im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien für den Staatswald vereinbarten Ziele.

Die Forsthoheit sowie Beratung und Betreuung der privaten und körperschaftlichen Waldbesitzenden im Land bleibt unverändert Aufgabe der Landesforstverwaltung mit den unteren Forstbehörden bei den Bürgermeisterämtern der Stadtkreise und den Landratsämtern.

„Das Kerngeschäft von ForstBW ist die Pflege und die Bewirtschaftung von rund 320.000 Hektar Staatswald in Baden-Württemberg“, erklärte dazu Landwirtschaftsminister Peter Hauk. ForstBW sei zusätzlich für die forstliche Aus- und Fortbildung im Land sowie für die Waldpädagogik und deren ständige Weiterentwicklung zuständig.

Die Betriebsleitung von ForstBW ist laut Hauk in Tübingen-Bebenhausen angesiedelt. In 21 Forstbezirken mit jeweils 10 Forstrevieren würden die anspruchsvollen Aufgaben einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und einer wichtigen Daseinsvorsorge für die Bevölkerung engagiert vor Ort umgesetzt.

„ForstBW wird ökologisch vorbildlich, sozial ausgewogen und ökonomisch erfolgreich arbeiten. Die bewährten Elemente naturnaher und nachhaltiger Waldwirtschaft werden fortgeführt. Als wertvoller regionaler und nachwachsender Rohstoff wird Holz pfleglich geerntet. Der Staatswald wird in besonderer Weise für die Erholung der Bevölkerung zur Verfügung stehen und ebenso im Rahmen des Waldnaturschutzes Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und Entwicklungsmöglichkeiten bieten“, betonte Forstminister Hauk in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender von ForstBW. Rund 1.800 Mitarbeiter würden bei ForstBW innerhalb dieses gesteckten Rahmens arbeiten.

Der bisherige Landesforstpräsident Max Reger sei zum kommissarischen Vorstandsvorsitzenden, Felix Reining zu dessen Stellvertreter bestellt worden. „Mit Reger und Reining stehen ForstBW zwei erfahrene und innovativ denkende Forstexperten vor, die ihre Leistungen über lange Jahre hinweg und auf vielen verschiedenen Funktionen unter Beweis gestellt haben“, sagte Minister Hauk.


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