Lob von Freien Wählern

Milliardenschäden durch Dürre und Borkenkäfer: Söder plant Waldumbau

Laut aktuellen Plänen der bayerischen Landesregierung soll der Staatswald nicht mehr zur Gewinnabsicht bewirtschaftet werden, sondern zu einem Klimawald umgebaut werden.

Bayerns Ministerpräsident Söder hat angekündigt, den Staatswald umbauen zu wollen. Demnach soll das Ziel der Bayerischen Staatsforsten nicht mehr in erster Linie darin liegen, mit dem Wald Geld zu verdienen.

So soll der Forst in einen Klimawald umgebaut, 10 % des Staatswaldes aus der Bewirtschaftung genommen und 5 Mio. zusätzliche Bäume gepflanzt werden. „Das ist ein wichtiges Maßnahmenpaket, zu dem wir uns in Teilen bereits im Koalitionsvertrag bekannt haben. Doch auch der Bund muss unseren Waldbauern helfen, klimabedingte Schäden zu beheben“, betont Florian Streibl, Vorsitzender der Freie Wähler Landtagsfraktion.

Mit dem angestrebten Waldumbau könne der Freistaat einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt leisten, so Streibl weiter. „Nur wenn wir Bäume wie die Fichte durch klimaresistente Gehölze wie Buche, Tanne und Eiche ersetzen, kann der Wald in den bayerischen Trockengebieten gesunden.“

Ausgedehnte Fichtenwälder, wie sie etwa in Franken vorherrschen, sind anfälliger für Starksturmereignisse und Schädlingsbefälle. Deshalb sind derzeit viele Waldbauern auf finanzielle Hilfen angewiesen. „Es ist richtig, Waldbesitzer zu unterstützen – Ursache ihrer Probleme sind die weit verbreiteten Monokulturen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende.

Auch den Vorstoß, Biodiversität über Wirtschaftlichkeit der Bayerischen Staatsforsten zu stellen, begrüßen die Freien Wähler ausdrücklich. „Wenn sie in Zukunft nicht mehr auf den Gewinn achten müssen, entlastet das den Wald und die privaten Waldbauern“, ist Streibl überzeugt. Wichtig sei jedoch, dass die Flächen der Staatsforsten weiterhin regulär bewirtschaftet würden. „Der bewirtschaftete Wald ist unserer Überzeugung nach der beste Klimaschützer. Denn gerade die Bewirtschaftung des Waldes verhindert eine Verwaldung und Verbuschung von Mooren, die als hocheffektive Kohlenstoffspeicher einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“

Würde der Wald zu sehr sich selbst überlassen, könnten sich außerdem Schädlinge wie der Borkenkäfer rasch vermehren und immense Schäden anrichten, gibt Streibl zu bedenken. „Zudem trägt die Rohholzproduktion dazu bei, Umwelt und Natur zu schützen, weil andere, auf viel umweltschädlichere Weise produzierte Baustoffe durch Holz ersetzt werden können. Letztlich gilt es, einen guten Ausgleich zwischen Waldbewirtschaftung und Naturschutz zu finden.“


Diskussionen zum Artikel

von Werner Kriegl

Der soll mal schön planen...

...dieser Schreibtischattentäter! In der Natur vertrocknet teilweise die Naturverjüngung und die gepflanzten Bäume ohnehin. Aber wenn der Häuptling was plant...

von Hermann Kamm

Ja am besten ist ,

wenn wir unsere Wälder zum Urwald aufforsten, denn in Südamerika wird wesentlich mehr Urwald wegen den Mercusor abkommen gerodet., also muß Deutschland Urwald aufforsten. :-) :-) :-):-)

von Rainer Hoffmann

Große Frage.

Wo kommt in Zukunft das Bauholz her ,die Zeit von Eichendachstühlen u Möbeln is ja schon länger vorbei u das Wachstum kommt dem Bedarf wohl nicht hinterher.

von Wilhelm Grimm

So einfach geht das nicht.

Da muss der Söder doch zunächst eine Volksbefragung starten.

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