Dürre

NRW stellt weitere 5 Mio. Euro für Waldschäden bereit

Die Waldbauern in NRW erhalten weitere 5 Mio. Euro für den Aufbau neuer klimaplastischer Wälder. Die Dürre 2018 hatte große Schäden angerichtet.

Zur Bekämpfung der Extremwetterfolgen für die Waldbauern in Nordrhein-Westfalen hatte das Land als Erstmaßnahme 1,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Nunmehr konnten weitere 5 Millionen Euro aus dem Etat des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz zur Verfügung gestellt werden.

Umweltministerin Heinen Esser: "Mit der weiteren Aufstockung der Fördermittel um 5 Millionen Euro wollen wir die Waldbauern zielgerichtet beim Aufbau neuer klimaplastischer Wälder unterstützen. Hierzu tritt in diesen Tagen eine neu entwickelte Förderrichtlinie in Kraft. Nun kommt es darauf an, dass diese Mittel abgerufen werden." Für die Regionalforstämter des Landesbetriebes Wald und Holz beginnt damit die heiße Phase der Förderabwicklung.

Stürme im Frühjahr und im Herbst sowie die Sommertrockenheit ("Dürre") hatten 2018 den gesamten Wald in Nordrhein-Westfalen in starke Mitleidenschaft gezogen. Zusätzlich erlitten die Waldbauern, die in den vergangenen Jahrzehnten auf die Fichte gesetzt haben, starke Verluste durch Borkenkäferbefall. Vor dem Hintergrund der sich deutlich bemerkbar machenden Auswirkungen des Klimawandels wird die Situation für die Fichte künftig eher schlechter als besser. Heimische Baumarten, wie Buche oder Eichen sind hiervon graduell weniger betroffen.

Ein breit angelegtes Instrumentarium von Zuschüssen angefangen von der Aufarbeitung von Schadholz, Hacken von Schlagabraum, Transporthilfen von Käferholz, bis zu Hilfsgeldern für die Errichtung und den Betrieb von Trocken- und Nasslagerplätzen stehen privaten und kommunalen Waldbesitzern zur Verfügung. Parallel dazu können notwendige Wiederaufforstungen und Maßnahmen zur Wegeinstandsetzung nach Kalamitäten aus einem bereits bestehenden Fördertopf finanziell in mehrfacher Millionenhöhe unterstützt werden. Hier wird der Kreis der Zuwendungsempfänger im aktuellen Kalamitätsfall deutlich ausgeweitet.

Heinen-Esser: "Wir können die finanziellen Verluste der Waldbesitzer nicht ausgleichen, aber viele Waldbesitzer sollen so in ihren Bemühungen um den Wald eine spürbare Hilfe bekommen." Um gegenüber den Folgen des Klimawandels künftig besser gewappnet zu sein, hat Nordrhein-Westfalen ein neues Waldbaukonzept entwickelt, das den voraussichtlichen Folgen des Klimawandels stärker Rechnung trägt. Artenreichere Mischwälder mit hohen Anteilen an heimischen Laubbäumen sind Ziel der klimastabileren Wälder der Zukunft.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Wilhelm Grimm

Sie ist schnell dabei, aber wo bleiben die versprochenen Überprüfungen

der Grundwassermessstellen. Dabei werden sich die roten Gebiete als Fata Morgana erweisen. Der Bauernverband braucht wohl einen Tritt in den Hintern.

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