Waldgipfel

Waldbesitzer müssten für CO2-Speicherung belohnt werden

Max von Elverfeldt vom Grundbesitzerverband wünscht sich, dass Waldbesitzer für ihre Leistungen honoriert werden. Schließlich sei der Forst Klimaschützer Nr.1.

Kurz vor dem anstehenden Waldgipfel des Bundesagrarministeriums stellt der Verband Familienbetriebe Land und Forst erneut klar, was er von der Politik erwartet. So erwartet der Verbandsvorsitzende Max von Elverfeldt von der Bundesregierung, dass sie den Wald aktiv stärkt und die CO2-Speicherleistung zukünftig honoriert.

„Die CDU hat in ihrem aktuellen Beschluss zum Klimaschutz die richtigen Signale gesetzt: Handelbare Zertifikate für die CO2-Bindung in Bäumen, ein Nationales Waldprogramm für Schadensbekämpfung, Walderhalt und Aufforstung sowie die Intensivierung der Holznutzung in Industrie, Bauwesen und Handwerk. Das Klimakabinett sollte diese Vorschläge nun auch aufgreifen“, so Elverfeldt.

Wenn über eine CO2-Abgabe für Verursacher oder eine Ausweitung des Emissionshandels nachgedacht wird, sei es nur folgerichtig, dass die Sektoren, die CO2 speichern, für ihre Leistung honoriert werden, betont Elverfeldt. Die Anpassung der Waldbestände an den Klimawandel sei eine langfristige Aufgabe, die sich über Jahrzehnte hinziehen werde. Den Waldbesitzern müsse dabei geholfen werden, ihre Wälder auch künftig so zu bewirtschaften, dass die Wälder ihre zentralen Ökosystemleistungen weiterhin erbringen können.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

Vorsicht

Die Forderung ist zwar schön zu schreiben und zu lesen, aber verkennt doch gewisse Realitäten. Der Wald ist ein Fliessgleichgewicht, echte Speicherung findet nur statt, wenn Dauerhumus gebildet wird, der Holzvorrat steigt oder Holz dauerhaft (Jahrhundertelang) als Bauholz verwendet wird. Brennholz kann zwar den Verbrauch von fossiler Energie verringern, bringt aber keine dauerhafte Speicherung. Darum aufpassen bei diesen Forderungen, nicht dass sie einem hinterher auf die Füsse fallen.

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Glück

die Waldbesitzer sollten froh sein, dass wir CO² in der Luft und Atmosphäre haben. Sonst würde ihr Wald sterben. Bäume benötigen einen bestimmten CO² Anteil um nicht zu verhungern. Dieser Anteil ist heute geringer als vor Jahrtausenden. Vor dem Menschen war der CO² Anteil 15 mal höher als heute.

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