Alles aus und vorbei? Premium

Wer sich scheidet, trennt Tisch und Bett und löst sich vom gemeinsamen Leben auf dem Hof. Wie fühlt sich diese tiefgreifende Veränderung für Ex-Paare und ihre Kinder an? Wir fragten nach.

Mein Ex-Mann ist heute ein Fremder für mich.“ „Mit meiner früheren Frau rede ich nur noch das Nötigste. Sie ist die Mutter unserer Kinder. Mehr nicht.“ „Zum dritten Mal zahlt er den Unterhalt für die Mädchen nicht. Und dann höre ich von den Nachbarn, dass da schon wieder Party-Fotos auf Facebook kursieren.“

So verbittert oder distanziert können Kommentare von Geschiedenen über ihren Ex-Partner bzw. die Ex-Partnerin ausfallen. Die Sätze sind Zeichen von Enttäuschung, Verletzung und Verlust. Sie beziehen sich auf die eine Person, mit der man früher innig schmuste, Pferde stahl, Haus und Hof revolutionierte, ja vielleicht sogar die Welt verändern wollte. Damals, als die Liebe groß, stark und unerschütterlich war.

WENN ZWEI SCHEITERN

Dennoch: Das Blatt kann sich wenden. Knapp jede dritte Ehe in Deutschland scheitert. Die Zahl ist tendenziell rückläufig, doch immerhin 153500 Ehen wurden im Jahr 2017 durch richterlichen Beschluss getrennt. Nun macht die Welle der Beziehungsstürme und Paarkrisen vor den Höfen keinen Halt. Auch unter Landwirtinnen und Landwirten gibt es immer mehr Geschiedene und Getrennte.

Krieg oder Frieden?

Dabei ist wichtig, zu betonen: Nicht jede Trennung löst einen ...

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Artikel geschrieben von

Reingard Bröcker

Redakteurin Landleben

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