Ein Segen, kein Fluch Premium

Wozu nutzen Sie Ihr Smartphone? Wann legen Sie es abends zur Seite? Wie vernetzt sind Sie mit Ihrer Familie? Dieser und vielen weiteren Fragen stellten sich Anfang des Jahres gut 1000 top agrar-Leserinnen und Leser in unserer Umfrage „Smarte Technik im Alltag“.

Deutlich mehr Männer (rund 80%) als Frauen (rund 20%) haben sich an unserer Umfrage beteiligt. Kaum verwunderlich: Zwei Drittel aller Befragten sind Betriebsleiter. Knapp die Hälfte der Teilnehmer (49%) ist mittleren Alters, zwischen 41 und 60 Jahre alt. Weitere 38% gaben an, 20 bis 40 Jahre alt zu sein.

IMMER ERREICHBAR

Smartphones sind unter den Umfrageteilnehmern weit verbreitet. Es zeigte sich, dass 94,5% der Landwirte ein Smartphone besitzen. 5% bevorzugen nach wie vor ein Handy ohne Apps und Internetzugang. Nur 0,5% der Landwirte gaben an, kein Smartphone oder Handy zu besitzen. Nahezu alle Smartphone-Besitzer nutzen ihr Telefon häufig (63%) bzw. ständig (34%). Interessant ist dabei die subjektive Wahrnehmung des Handykonsums. Beide Gruppen geben mit größtenteils 30 bis 60 Minuten am Tag dieselbe Nutzungsdauer für ihr Smartphone an, bewerten diese aber unterschiedlich.

Doch eins steht fest: Ohne einen ordentlichen Internetzugang und Mobilempfang nützt das beste Smartphone nichts. Der Breitbandausbau, den die Bundesregierung bis Ende 2018 mit 50 Mbit/s für alle Haushalte in Deutschland erreichen wollte, kommt nur in 46% der Landhaushalte unserer Befragten tatsächlich an (siehe Übersicht 1, links). Der Ausbau des Glasfasernetzes scheint dagegen, mit gut 16%, langsam Schwung aufgenommen zu haben. Übrigens: Fast 40% der Höfe mit Glasfaseranschluss liegen laut unserer Ergebnisse in Bayern.

In Anbetracht der hohen Zahl an Betriebsleitern, die an der Umfrage teilgenommen haben, verwundert es nicht: Das Smartphone wird vor allem aus beruflichen Gründen (79%) zur Hand genommen. Neben dem Telefonieren und dem Schreiben von Nachrichten ist für Landwirte das Fotografieren und Surfen im Internet wichtig. Viele schwören auch auf das Telefon als Wecker (siehe Übersicht 2, Seite 124).

Gerade Betriebsleiter, die eine Biogasanlage haben oder einen Hofladen leiten, nutzen das Smartphone tendenziell länger und häufiger als der Durchschnitt. Aber auch die Wetter-App, Programme zum Herdenmanagement oder die Ackerschlagkartei ließen die Landwirte vermehrt zum Telefon greifen.

Vor allem die Generation 60 plus berichtet dabei allerdings immer wieder vom Zeitaufwand, sich zum Start der Ackerbausaison erneut in die Programme einzudenken.

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Artikel geschrieben von

Katharina Meusener

Redakteurin Landleben

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