Buch-Tipp: Wildkräuter

Unter Baumwipfeln findet man Pilze, zwischen den breiten Fahnenblättern sprießen kleine Bäume. Die Natur ist faszinierend. Vor allem Kinder verlieren sich leicht stundenlang im Beobachten und Entdecken. Sie riechen an Blüten, nehmen Regenwürmer in die Hand und probieren frische Brombeeren direkt am Waldrand.

Unter Baumwipfeln findet man Pilze, zwischen den breiten Fahnenblättern sprießen kleine Bäume. Die Natur ist faszinierend. Vor allem Kinder verlieren sich leicht stundenlang im Beobachten und Entdecken. Sie riechen an Blüten, nehmen Regenwürmer in die Hand und probieren frische Brombeeren direkt am Waldrand.
 
Wer die Natur ganz spielerisch betrachten und erfahren möchte, findet im Buch „Wildkräuter: entdecken, erkennen, verarbeiten“ einen unkomplizierten und praxisnahen Wald- und Wiesenführer. Marjolein Holtkamp stellt auf 128 Seiten 52 heimische Wildkräuter vor. Das Buch ist kindgerecht mit anschaulichen Bildern und kurzen Textbausteinen gestaltet. Zusätzlich findet man zwei Poster im A4-Format, die alle Pflanzen aus dem Buch abbilden und auch Platz für eigene Notizen und Beobachtungen lassen. Das ist praktisch, denn im Gegensatz zum Buch passen die Poster auch beim kurzen Waldspaziergang einfach in die Jackentasche.
 
Damit das Forschen Spaß macht, liefert die Autorin gleich einige kurze Spielideen mit. Bei einer Expedition, einem Fotowettbewerb, beim Kräuterzeichnen oder -sammeln geht es dann immer vor allem um eins: Ganz genau hingucken! Wie sehen die Blüten und der Stiel aus? Kann man die Pflanze ausgraben – ohne die Wurzel zu verletzen? Wie riecht die Pflanze, wie fühlt sie sich an? Spielerisch mit allen Sinnen zu lernen, steht für die Autorin im Vordergrund. Beim Lesen merkt man schnell, dass Marjolein Holtkamp Designerin ist. Im Buch beweist die gebürtige Niederländerin ihr geschultes Auge für Details, Formen und Farben.
 
Daneben sind immer wieder kleine Hinweise auf die Signaturenlehre in den Pflanzenportraits enthalten. Anhand von z. B. Aussehen, Fundplatz und Wuchsart einer Pflanze soll man über diese nicht wissenschaftliche Methode auf die Heilkräfte der Gewächse schließen können. Gute Eselsbrücken liefert das in jedem Fall. Ein kleines Beispiel: Weil Salbei in Struktur und Form einer Zunge ähnelt, ist er im Mundraum, z. B. für das Zahnfleisch, besonders wirksam.
 
Wir finden: Ein schönes Buch für Jung und Alt. Die Infos sind auf Anfänger zugeschnitten, hilfreich und informativ.

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