Lösungs- und praxisorientiert

Landfrauen informieren sich an der LfL über aktuelle Forschungsthemen

Die Bayerischen Landfrauen haben die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising besucht und sich über die Zukunft der Landwirtschaft und Lösungen bei den drängenden Problemen informiert.

Umweltschutz, Klimawandel und die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln sind aktuelle Aufgaben und Herausforderungen für den Berufsstand. Über die aktuelle Forschung hat sich der Landesvorstand der Landfrauen an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising informiert.

„Die Landfrauen haben sich intensiv mit der Zukunft unserer Ernährung sowie der wichtigen Rolle der Landwirtschaft bei der Bewältigung großer gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen wie dem Klimawandel oder der Ernährungssicherung auseinandergesetzt“, sagte Landesbäuerin Anneliese Göller. „Klar für uns ist: Die LfL ist die zentrale Einrichtung in Bayern, die zu den aktuellen Themen praxisorientierte Forschung leistet.“

Ein zentrales Thema beim Besuch der Gruppe um Göller sowie die beiden stellvertretenden Landesbäuerinnen Christine Singer und Christine Reitelshöfer an der LfL: das Potenzial von Eiweißpflanzen in Bayern. „Veränderte Ernährungsgewohnheiten oder der Krieg in der Ukraine machen deutlich, wie wichtig es ist, den Anbau und damit die Versorgung mit hochwertigem pflanzlichem Eiweiß konsequent auszubauen“, sagte LfL-Präsident Stephan Sedlmayer.

„Das Thema hat Priorität in der Arbeit der LfL. Mit Forschungsprojekten im Grünland, zu Grün- und Körnerleguminosen sowie zur Rinderfütterung arbeiten wir unter Hochdruck an Lösungen im Bereich Tierernährung und Pflanzenbau, die unmittelbar in die Praxis übernommen werden können und Fortschritte beim Ausbau der Eiweißversorgung bringen.“

Einkommensalternativen für Landwirte

Ein weiteres Zukunftsthema: die Diversifizierung außerhalb der klassischen Pflanzen- und Tierproduktion. Damit kann das Einkommen landwirtschaftlicher Betriebe gesichert werden. Der LfL-Arbeitsbereich Diversifizierung in Ruhstorf gibt Impulse zur konkreten betrieblichen Weiterbildung und hilft bei der Bewertung und Umsetzung der unterschiedlichen unternehmerischen Optionen.

„Das neue Gründer-Zentrum in Ruhstorf bietet außerdem die nötige Begleitung bei all den wichtigen Entscheidungen und eine einzigartige Plattform, um innovative Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter zu vernetzen“, sagte Sedlmayer.

„Der Bodenschutz ist von zentraler Bedeutung, um die Grundlage für das Wirtschaften auf den landwirtschaftlichen Betrieben in Bayern, die Biodiversität sowie für die Versorgung mit Lebensmitteln zu erhalten“, sagte Sedlmayer. „Da damit zu rechnen ist, dass die Häufigkeit von Starkregenereignissen in Zukunft zunehmen wird, helfen wir der Landwirtschaft deshalb, damit mit angepasster Bewirtschaftung auf das erhöhte Erosionsrisiko reagiert werden kann“, so Sedlmayer.

Auch das Backlabor und die Versuchsbäckerei auf dem LfL-Gelände hat die Gruppe besichtigt. Durch diese Einrichtung wird die Qualität von Getreide für die Bäckerinnen und Bäcker sowie die Verbraucherinnen und Verbraucher in Bayern abgesichert.